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Coronavirus: Wann die Krankenkasse den Corona-Test bezahlt

München, 3.3.2020 | 12:19 | mst

Bislang wurden die Kosten für einen Test auf das Coronavirus nur übernommen, wenn ein Patient Kontakt zu einem Infizierten hatte oder in einem Risikogebiet war. Diese Regelung wurde nun ausgeweitet.
 

Frauen im Wartezimmer vom ArztWer glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte nicht direkt zur Arztpraxis gehen.
Wenn ein Arzt einen Test auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) anordnet, übernimmt die gesetzliche Krankenkassen die Kosten dafür. Das geht aus einer aktuellen Information der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für Ärzte und Praxispersonal hervor.
 
Damit liegt es im Ermessen des Arztes, ob ein Corona-Test durchgeführt werden sollte. Zuvor wurden die Kosten nur übernommen, wenn ein Patient direkten Kontakt zu einem Infizierten oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hatte – etwa im chinesischen Wuhan oder in der Lombardei.

Patienten sollten Praxis zunächst anrufen

Die KBV weist zudem darauf hin, dass Patienten, die glauben sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, nicht einfach in eine Arztpraxis gehen sollten. Sie sollten sich vielmehr vorab telefonisch melden. Je nach Bundesland wird der Betroffene dann an eine Schwerpunktpraxis verwiesen oder während einer gesonderten Sprechstunde untersucht. Es ist auch möglich, dass der Arzt oder Praxismitarbeiter den Patienten zu Hause aufsuchen.
 
Aktuell wurden in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bereits 188 Fälle einer Corona-Infektion nachgewiesen. Das Coronavirus kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die in den meisten Fällen mild verläuft. Es kann jedoch auch zu schweren Verläufen mit hohem Fieber und einer Lungenentzündung kommen. Vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Weltweit sind bislang 3.000 Menschen an Covid-19 gestorben.

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