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AOK-Qualitätsmonitor 2018: Wenn die Übung fehlt, enden Krebs-OPs öfter tödlich

München, 23.11.2017 | 13:38 | are

In Krankenhäusern mit wenig Routine bei Krebsoperationen ist die Todesfallrate höher als in spezialisierten Zentren. Das geht aus dem AOK-Qualitätsmonitor 2018 hervor, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) am Donnerstag vorgestellt hat. 

Ärzte im OP-Saal reichen einander Operationsbesteck.Spezialisierte Kliniken, die viele Krebs-OPs durchführen, haben höhere Erfolgsquoten.
Danach liegt die Sterblichkeitsrate in spezialisierten Lungenkrebszentren, die mindestens 75 Lungenkrebs-OPs pro Jahr durchführen, bei 2,5 Prozent. In Kliniken mit weniger Operationen sterben dagegen 4,1 Prozent der Patienten.
 
Weiter rechnet das WIdO vor, dass die Zahl der Todesfälle um etwa ein Fünftel sinken könnte, wenn eine Mindestmenge von 108 Eingriffen pro Jahr in jedem Krankenhaus eingeführt würde. Bei anderen Krebserkrankungen zeige sich ein ähnliches Bild.
 

AOK fordert Mindestmengen für Krebs-OPs

Die AOK fordert daher die Einführung von Mindestmengen für komplizierte Lungen- und Brustkrebs-OPs. Bei anderen Krebsarten wie Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs setzt sie sich für die Erhöhung bestehender Mindestmengen ein.

Gleichzeitig will die Krankenkasse die Zahlung für Eingriffe verweigern, sollte sich ein Krankenhaus nicht an die derzeit geltenden Vorgaben halten.
 

Große regionale Unterschiede bei Lungenkrebszentren

Gerade bei der Lungenchirurgie gibt es laut dem Qualitätsmonitor große regionale Unterschiede. Demnach werden in Mecklenburg-Vorpommern 75 Prozent aller Krebspatienten in Krankenhäusern mit weniger als 75 Lungenkrebs-OPs pro Jahr behandelt. In Berlin sind es nur drei Prozent.
 
Besonders viele Krankenhäuser mit weniger als 75 OPs pro Jahr gibt es demnach auch in Nordrhein-Westfalen (90 Kliniken) und Bayern (60).

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