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CHECK24-Analyse Hohe Heizölpreise treiben Inflation

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Innerhalb eines Jahres ist der Heizölpreis um fast 50 Prozent gestiegen. Im Februar kosteten 3.000 Liter Heizöl durchschnittlich 1.766 Euro. Das ist der höchste Monatsmittelwert seit Mitte 2015. 

Heizölpreise seit Jahresbeginn auf hohem Niveau
Wer Heizöl braucht, sollte seine Tanks zumindest teilweise auffüllen, raten Experten.
Während 3.000 Liter Heizöl im Februar 2016 im Schnitt 1.208 Euro kosteten, mussten Verbraucher diesen Februar für die gleiche Menge fast 500 Euro mehr bezahlen. Seit Beginn des Jahres bewegt sich der Rohölpreis auf relativ hohem Niveau, weshalb auch der Heizölpreis seit Januar relativ stabil ist.
 

Weniger Öl gefördert

Wichtige Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder, etwa Saudi-Arabien, haben ihre tägliche Fördermenge erheblich gekürzt, um den Rohölpreis zu stabilisieren. Auch Russland, das nicht zur Opec gehört, fördert seit Jahresbeginn weniger Öl.


Inflationsrate in Deutschland auf Rekordhoch

Verbraucher, deren Heizölvorrat zur Neige geht, sollten ihre Heizöltanks zumindest teilweise auffüllen. „Kurzfristig sind niedrigere Heizölpreise möglich, mittelfristig zeigt der Trend nach oben“, sagt Dr. Oliver Bohr, Geschäftsführer im Bereich Energie bei CHECK24.de. Die hohen Heizölpreise beeinflussen auch die Inflationsrate in Deutschland. Mit 2,2 Prozent war sie im Februar so hoch wie seit Jahren nicht.
 

Gaspreise weiterhin sehr niedrig

Auf sehr niedrigem Niveau bewegen sich dagegen die Gaspreise. Anders als die Grundversorgungstarife sind die Preise der alternativen Anbieter im Schnitt zwar seit Jahresbeginn etwas gestiegen. Doch mit 947 Euro für 20.000 Kilowattstunden liegen sie dennoch immer noch deutlich unter den Preisen der Grundversorgung (1.396 Euro).