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Gaspreise EU will gegen hohe Gaspreise vorgehen

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Die Gaspreise in Europa steigen unaufhörlich. Die EU prüft nun eine einheitliche Regulierung der Gaspreise. Unter anderem soll der Gaspreis vom Strompreis entkoppelt werden. Im Gespräch sind zudem eine gemeinsame Beschaffung von Gas für die EU-Mitgliedsstaaten.

EU will gegen hohe Gaspreise vorgehen
Die EU diskutiert über gemeinsame Gasbeschaffungen.
Die EU-Kommission diskutierte am Montag und Dienstag aufgrund der hohen Strom- und Gaspreise über neue Energiestrategien innerhalb der EU. Bisher wird der Preis für Strom über das teuerste Kraftwerk in Europa geregelt. Da das teuerste Kraftwerk ein Gaskraftwerk ist, ist der Strompreis eng an den Gaspreis gekoppelt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will nun untersuchen lassen, wie sich der Preis für Strom von den Gaspreisen entkoppeln lässt. Zudem werden die Staats- und Regierungschefs der EU in zwei Wochen über strategische Gasreserven und gemeinsame Gasbeschaffung diskutieren. Neue EU-Gesetze für den Energiemarkt könnten im Dezember vorgelegt werden. Der Vorschlag einer gemeinsamen Beschaffung stammte von Spanien und Frankreich. Spaniens Regierung sieht die gemeinsame Impfstoffbestellung im Zuge der Coronakrise als Vorbild. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sprach sich im Vorfeld für eine Neuregelung der Preisbildung aus. Er forderte eine direkte Verbindung zwischen den Kosten für die Stromerzeugung und den Verbraucherpreisen. Die Gaspreise dürften demnach nicht auch den Strompreis bestimmen. Im Zuge der Energiekrise plädierte Le Maire zudem für die französische Atomenergie. Er sieht in der Atomenergie auch eine Lösung für den Klimawandel. Eine EU-Kommission prüft indes, ob man Atomkraftwerke als umweltfreundlich einstufen könnte.