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Erdgas: Deutsche Infrastruktur noch ausbaufähig

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Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) kritisiert, dass die Regierung das Potenzial der deutschen Gasinfrastruktur nicht voll ausschöpft. Der VKU hält unter anderem den Bereich der Energiespeicherung für ausbaufähig.

Gas-Pipelines im Sonnenuntergang
Energiewende: Der VKU sieht großes Potenzial im Ausbau der Gasinfrastruktur.
Der Großteil der Bevölkerung heizt mit Erdgas, das meist von kommunalen Unternehmen geliefert wird. Jetzt hat der VKU Vorschläge vorgebracht, wie das Gasnetz zusätzlich genutzt werden könnte. Laut Katharina Reiche, der Hauptgeschäftsführerin des VKU, bieten die Erdgasleitungen einen geeigneten „Puffer“ für derzeit fehlende Speicher-und Wärmekonzepte, die für die Energiewende dringend notwendig sind.
 

Regierung bremst den Ausbau

Der VKU kritisiert die Regierung, da sie die optimale Nutzung der Gasnetze ausbremst. So würde die EEG-Reform zum Bespiel die vermehrte Einspeisung von Biogas einschränken. Mit dem neuen EEG wurden Förderungen von Neuanlagen gekürzt, deshalb stagniert der Zubau. Das Gleiche gilt für Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung auch hier wurden die Bedingungen für Anlagenbesitzer erschwert. So wurde unter anderem der Förderzeitraum auf 60.000 Vollbenutzungsstunden beschränkt.
 

Gasspeicherung ist energieintensiv

Die Umwandlung von Biogas zu Biomethan steckt bisher noch in den Kinderschuhen und zeigt hohe Effizienzdefizite auf. Doch die Transformation ist nötig, um Biogas ins Erdgasnetz oder in Speichersysteme einzuspeisen. Bisher ist der Prozess auch sehr kostspielig. Doch der VKU sieht auch auf der anderen Seite hohe Kosten, die vor allem der Verbraucher zahlen muss. „Momentan tun wir Folgendes: Teuer erzeugter regenerativer Strom, wenn er nicht gebraucht wird, wird quasi über die Grenze verschenkt. Verluste ohne Ende. Die Bürgerinnen und Bürger zahlen das aber trotzdem…“ argumentiert Geschäftsführerin Reiche.