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TK-Gesundheitsreport: Zahl der Fehltage seit zehn Jahren erstmals gesunken

München, 31.3.2017 | 12:32 | mst

Im vergangenen Jahr sind zum ersten Mal seit zehn Jahren die krankheitsbedingten Fehltage wieder leicht gesunken. Psychische Erkrankungen sind nach wie vor mit die häufigste Ursache einer Krankmeldung.
 

Patient mit Arzt im Gespräch am TischWenn Arbeitnehmer krankgeschrieben werden, liegt dies oft an psychischen Erkrankungen.
Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage ist erstmals seit zehn Jahren wieder leicht gesunken. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Demnach entfielen im Jahr 2016 im Schnitt 15,2 Fehltage auf jedes Mitglied – das sind 0,2 Tage weniger als 2015.
 
Nach Angaben der TK ging jedoch nicht die Zahl der Krankschreibungen zurück, sondern lediglich die durchschnittliche Dauer einer Krankmeldung von 12,8 auf 12,6 Tage – ein Rückgang um 1,4 Prozent. Die Krankenkasse führt die rückläufigen Zahlen vor allem auf eine schwächer ausgeprägte Grippe- und Erkältungswelle im vergangenen Jahr zurück.
 
Wenn Versicherte krankgeschrieben wurden, lag dies meistens an psychischen Störungen, Atemwegserkrankungen, Krankheiten des Bewegungsapparats sowie Verletzungen.
 

Weiterhin viele Fehlzeiten durch psychische Krankheiten

Psychisch bedingte Fehlzeiten bleiben dabei weiter auf einem hohen Niveau, wenngleich die Zahlen nicht weiter angestiegen sind. Im Jahr 2016 entfielen 2,7 Fehltage auf psychische Krankheiten. Von den zwölf Diagnosen, welche die häufigsten Fehlzeiten verantworten, betrifft die Hälfte psychische Störungen.
 
Dazu zählen etwa depressive Episoden (0,8 Fehltage je Versicherten), Anpassungs- und Belastungsstörungen (0,5 Fehltage) und rezidivierende Depressionen (0,3 Tage).

Aktualisierung: TK-Gesundheitsreport 2018

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