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Tagesgeldzinsen Zinsen sinken auf breiter Front - aber nicht überall

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Die ING-DiBa streicht den Tagesgeldzins praktisch komplett. Sie folgt damit dem Beispiel zahlreicher anderer Tagesgeldbanken. Nennenswerte Zinsen aufs Sparkonto bekommt derzeit fast nur noch, wer regelmäßig wechselt.
Sparerindex 04.18

Gute Angebote im Tagesgeldvergleich kommen und gehen: Der CHECK24 Sparerindex bleibt weiter leicht unter Null.

Die ING-DiBa, die lange wie vielleicht keine zweite Bank für das Tagesgeldkonto in Deutschland stand, hat ihre Zinsen abermals gesenkt. Die Direktbank kürzte den Zins für Bestandskunden Anfang dieses Monats von 0,10 auf 0,01 Prozent im Jahr. Bei solchen Sätzen macht es für Sparer schon praktisch keinen Unterschied mehr, ob das Geld auf dem Tagesgeld-, dem Girokonto oder unter dem Kopfkissen liegt. Wer seine Rücklagen bei der ING-DiBa deponiert hat, steht mit dieser Entwicklung aber bei weitem nicht alleine da.

Wie stark die Sparzinsen hierzulande schon gefallen sind, lässt sich gut an den Zahlen der Bundebank ablesen. Die führt nämlich Buch über den Zinssatz, den Sparer durchschnittlich für „täglich fällige Einlagen“, also vor allem Giro- und Tagesgeldkonten, bekommen. Der Satz ist seit Januar 2014 von 0,33 auf 0,03 Prozent in diesem Januar gesunken. Deutsche Sparer erhalten heute also nicht mal mehr ein Zehntel der ohnehin schon niedrigen Zinsen von vor vier Jahren. Bei einem durchschnittlichen Mix an Geldanlagen verlieren die Deutschen aufs Jahr gerechnet und nach Abzug der Inflationsrate derzeit pro Kopf rund 413 Euro. Diesen Wert hat die Comdirect für ihren jüngsten Realzins-Radar berechnet.

Dass es mit den Zinsen in Deutschland noch weiter bergab gehen würde, hatte sich schon letztes Jahr mit der Zinssenkung der VW Bank und der Audi Bank angedeutet. Deren Tagesgeldkonto lockte Neukunden bis Anfang letzten Jahres noch mit einer jährlichen Verzinsung von 1,10 Prozent. Dann ging es aber schnell abwärts bis auf 0,40 Prozent. Seither hatte meist die Consorsbank den besten Zinssatz beim Tagesgeld zu bieten. Doch Ende März rückte auch diese Bank von der Eins vor dem Komma ab – Neukunden erhalten bei der Direktbanktochter der französischen BNP Paribas jetzt nur noch 0,60 Prozent pro Jahr, garantiert für bis zu zwölf Monate.

Zinswende noch nicht in Sicht

Wenn eine Bank vergleichsweise hohe Zinsen aufs Tagesgeld zahlt, dann tut sie das oft zur Neukundengewinnung – und finanziert die Zinsen wie die Consorsbank zum Teil aus ihrem Marketingbudget. Das allgemeine Zinsniveau wird allerdings maßgeblich von der Europäischen Zentralbank (EZB) bestimmt. Sie hat es in der Hand, wann es mit den Zinsen wieder bergauf geht. Ihre Zinssätze entscheiden mit darüber, zu welchen Zinsen die Banken selbst Geld leihen und anlegen können. Seit Jahren versucht die EZB mit ihrer lockeren Geldpolitik Wirtschaft und Inflation in Europa anzutreiben. Neben den niedrigen Zinsen setzt sie dabei vor allem auf den Kauf von europäischen Staatsanleihen.

In ihren regelmäßigen geldpolitischen Ausblicken deutet sie an, wie es mit der Geldpolitik künftig weitergehen wird. Hier gab es zuletzt wieder eine kleine Formulierungsänderung, die sich als Zeichen einer kommenden Normalisierung lesen lässt: Die Textstelle, in der von einer möglichen Ausweitung der Anleihekäufe die Rede war, wurde gestrichen. Sparer können das als Zeichen deuten, dass auch die Zeit der niedrigen Zinsen in absehbarer Zukunft wieder zu Ende geht. Mehr als ein Hoffnungsschimmer ist es bislang aber nicht.

Es gibt noch Tagesgeld mit Zinsen

Ganz abschreiben müssen Sparer die Tagesgeldzinsen jedenfalls nicht. Bis sie aber wieder steigen, ist es beim Tagesgeld umso wichtiger, regelmäßig das Konto zu wechseln. Der von der Comdirect Bank berechnete Zinssatz, den die Deutschen abzüglich der Inflation derzeit auf ihr Erspartes erhalten, liegt im März bei minus 1,6 Prozent. Im Vergleich dazu liegt der Sparerindex von CHECK24, der angibt, wieviel Rendite beim jeweils aktuell bestverzinsten Tagesgeldkonto nach Abzug der Inflation übrigbleibt, im März bei minus 0,6 Prozent.

Senkt eine Bank den Tagesgeldzins, gibt es nicht selten eine andere, die mit einem neuen Angebot die Top-Platzierung im Tagesgeldvergleich einnimmt. So hat etwa die HSH Nordbank beinahe zeitgleich zur Zinssenkung der Consorsbank erstmals überhaupt ein Tagesgeldkonto für Privatkunden an den Start gebracht. Bei einem Zinssatz von immerhin 0,80 Prozent im Jahr nahm sie damit direkt den Spitzenplatz im Tagesgeldvergleich von CHECK24 ein – zwar ist der Zins etwas niedriger als das vormals beste Angebot der Consorsbank, dafür erhalten den Zinssatz der HSH Nordbank nicht nur Neu-, sondern auch Bestandskunden. Das garantiert die Bank bis zum ersten Juli dieses Jahres. Heute zog die maltesische Fimbank nach und bietet jetzt ihrerseits mit 0,85 Prozent das beste Angebot im Tagesgeldvergleich (Update am 25.04.: Die Bank hat ihre Ankündigung geändert und bietet jetzt 0,95 Prozent jährliche Zinsen für Gelder, die ab sofort auf dem Anlagekonto über CHECK24 eingehen).

Wer regelmäßig Zinsen vergleicht und hin und wieder das Ersparte auf ein neues Konto umzieht, muss also auch weiterhin nicht auf Zinsen verzichten.

Aktuelle Top-Zinsen im Tagesgeldvergleich (aktualisiert am 25.04.2018)
Bank Zins für Neu­kunden (p.a.) Zins für Bestands­kunden (p.a.) Zins­garantie Zins­gutschrift Anlage­betrag
Fimbank 0,95 % 0,95 % - 2 Mal/Monat bis 100.000 €
HSH Nordbank 0,80 % 0,80 % bis 01.07.2018 2 Mal/Monat bis 100.000 €
Ferratum Bank 0,60 % 0,60 % 6 Monate jährlich 500 bis 100.000 €
Consors­bank 0,60 % 0,01 % 6 bis 12 Monate viertel­jährlich bis 25.000 €
 
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