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Kontoführungsgebühr aufs Tagesgeld Diese Bank bittet nun auch Kleinsparer zur Kasse

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Niedrige Zinsen, aber hohe Kosten: Erstmals verlangt eine Bank in Deutschland auch von Kleinsparern eine Gebühr aufs Tagesgeldkonto – und das nicht zu knapp.
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Kaum Zinsen und nun hohe Gebühren: In Sachsen müssen Kleinsparer neuerdings eine Grundgebühr für ihr Tagesgeldkonto zahlen.

Auf ihrer Website wirbt die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien mit „fairen Zinsen ab dem ersten Euro Guthaben“ für ihr Tagesgeldkonto. Wer bei der in Görlitz beheimateten Bank Geld auf dem „VR FlexGeld“ deponiert, erhält darauf allerdings Zinsen von derzeit nur 0,01 Prozent pro Jahr – und muss neuerdings auch für die Kontoführung bezahlen. Je nach Höhe der Tagesgeldeinlagen verlangt das Geldhaus von seinen privaten Sparern derzeit zwischen 5,00 und 50,00 Euro monatlich. Zu bezahlen sind für Anlagebeträge …

✓ bis 25.000 Euro: 5 Euro pro Monat
✓ bis 50.000 Euro: 10 Euro pro Monat
✓ bis 500.000 Euro: 25 Euro pro Monat
✓ über 500.000 Euro: 50 Euro pro Monat

Kontoführungsgebühren aufs Tagesgeld: ein neuer Tabubruch

Mit der Einführung von Strafzinsen für vermögende Privatkunden haben zuletzt die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee und die Volksbank Stendal Aufsehen erregt. Die Kontoführungsgebühr der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien bricht nun ein weiteres Tabu – und dieses Mal sind nicht nur vermögende Kunden mit Ersparnissen von über 100.000 Euro, sondern auch Sparer mit geringeren Guthaben betroffen.

Das Zentralinstitut der Volks- und Raiffeisenbanken verlangt von seinen Mitgliedsbanken gegenwärtig 0,40 Prozent Zinsen pro Jahr, wenn diese Geld bei ihm deponieren. Damit reicht die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (kurz DZ Bank) die Strafzinsen weiter, die sie ihrerseits wie alle Finanzinstitute der Eurozone für Einlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zahlen muss.

Wer etwa 10.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto der sächsischen Bank angespart hat, der muss dafür 60 Euro pro Jahr an Grundgebühren zahlen, nimmt jedoch nur einen Euro an Zinsen ein. Das macht unterm Strich ein Minus von 59,00 Euro jährlich. Als Zinssatz wiedergegeben entspricht dies -0,59 Prozent pro Jahr. In diesem Beispielfall verlangt die sächsische Volksbank sogar mehr vom Kunden, als sie selbst zahlen muss, wenn sie überschüssiges Kapital anlegt (siehe Box). Damit gibt die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien nicht nur die Strafzinsen an ihre privaten Kunden weiter, sondern verdient sogar an ihnen.

Das betrifft auch und vor allem die Kleinsparer: Bei einem Anlagebetrag von 500 Euro etwa erhalten sie gerade einmal fünf Cent Zinsen innerhalb eines Jahres, müssen gleichzeitig aber 60 Euro an Kontoführungsgebühren bezahlen. Zum Jahresende haben sich ihre Ersparnisse damit um 59,95 Euro verringert – das entspricht einem Negativzins von 11,99 Prozent.

Anlagebetrag Kontoführungsgebühr
pro Monat
Kontoführungsgebühr
pro Jahr
Zinseinnahmen
pro Jahr
Zinseinnahmen
abzgl. Gebühren
entspricht einem
Jahreszins von*
500 € 5,00 € 60,00 € 0,05 € -59,95 € -11,99 %
1.000 € 5,00 € 60,00 € 0,10 € -59,90 € -5,99 %
5.000 € 5,00 € 60,00 € 0,50 € -59,50 € -1,19 %
10.000 € 5,00 € 60,00 € 1,00 € -59,00 € -0,59 %
50.000 € 10,00 € 120,00 € 5,00 € -115,00 € -0,23 %
100.000 € 25,00 € 300,00 € 10,00 € -290,00 € -0,29 %

*ausgehend von einer jährlichen Zinsgutschrift bei gleichbleibendem Zinssatz.

Alternativen für betroffene Sparer

Wer Kosten wie denen bei der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien entgehen will, kann seine Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto bei anderen Banken nach wie vor zu deutlich höheren Zinsen und gebührenfrei anlegen. Gerade durch Neukundenangebote mit garantierten Zinssätzen über einen bestimmten Zeitraum können Sparer hier zum Teil noch eine Rendite erwirtschaften. Solche Angebote bieten unter anderem:

Audi Bank: 1,10 % p.a. auf Anlagebeträge bis 100.000 €, 4 Monate Zinsgarantie
Ferratum Bank: 0,75 % p.a. auf Anlagebeträge bis 100.000 €, 6 Monate Zinsgarantie
Consorsbank: 0,60 % p.a. auf Anlagebeträge bis 20.000 €, 12 Monate Zinsgarantie

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