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Vom Nullzins zum Negativzins Bayerische Genossenschaftsbank führt Strafzinsen für Sparer ein

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Ab September müssen Kunden der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee Zinsen zahlen, wenn sie hohe Beträge auf ihrem Giro- oder Tagesgeldkonto verwahren. Ein Tabubruch.
Volksbank Filiale

Strafzinsen auf Bankguthaben über 100.000 Euro: Das wird für Kunden der Raiffeisenbank Gmund nun bittere Realität. Bildquelle: BVR

Abschaffung des kostenlosen Girokontos, Filialschließungen und höhere Gebühren: Banken kämpfen mit den niedrigen Zinsen – mit mittelmäßigem Erfolg. Mit dem anhaltenden Zinstief wird die Ertragslage für sie immer schwieriger. Eine bayerische Genossenschaftsbank zieht zum Leid der Sparer nun Konsequenzen und führt einen Strafzins auf höhere Bankeinlagen ein. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) online. Wer bei der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee mehr als 100.000 Euro auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto deponiert, muss darauf ab September 0,4 Prozent Zinsen zahlen. Die Bank nennt es „Verwahr-Entgelt“, andere nennen es Strafzins – so oder so: Die Genossenschaftsbank bricht damit ein Tabu.

Obwohl die Geldhäuser in der Eurozone aktuell selbst 0,4 Prozent Zinsen auf kurzfristige Einlagen bei der Europäische Zentralbank zahlen müssen, haben sie bislang stets eine Weitergabe der Negativzinsen an ihre Privatkunden vermieden – nicht zuletzt aufgrund des hohen Wettbewerbs zwischen den Banken. Einzige Ausnahme stellte bislang die Thüringische Skatbank dar. Sie verlangt bereits seit 2014 Zinsen auf die Bankeinlagen wohlhabender Kunden – allerdings erst ab einer Einlagenhöhe von einer halben Million.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Warum führt die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee Strafzinsen ein?
Da die Kunden der sechs Filialen umfassenden Genossenschaftsbanken mehr Geld bei ihr anlegen als sie an Krediten aufnehmen, entstehen der Bank aufgrund des negativen Einlagesatzes permanent Kosten, die sich – wie es scheint – durch höhere Kontogebühren oder mithilfe der Kreditzinsen allein nicht wieder einspielen lassen.

Werden andere Banken dem Beispiel der Raiffeisenbank Gmund folgen?
Das ist im Moment noch nicht absehbar. Der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) rechnet aufgrund der Wettbewerbssituation im deutschen Bankgeschäft aber laut FAZ-Bericht nicht damit, dass Strafzinsen flächendeckend eingeführt werden.

Wird die Raiffeisenbank Gmund bald auch kleine Sparer zur Kasse bitten?
Dass auch weniger wohlhabende Kunden bald Zinsen auf ihre Einlagen zahlen müssen, hat die Genossenschaftsbank bereits verneint. Wer Einlagen von unter 100.000 Euro bei ihr hat, bleibt also fürs Erste verschont.

Dennoch: Für die Bank selbst hat die angekündigte Einführung ihres „Verwahr-Entgelts“ schon jetzt Folgen. Nach Aussage des Geldhauses hätten einige betroffene Bankkunden ihr Geld bereits zu anderen Banken verlagert. 

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