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Herzbericht 2016: Krankes Herz für fast jeden vierten Tod verantwortlich

München, 26.1.2017 | 12:01 | mst

Fast jeder vierte Todesfall hierzulande geht auf das Konto einer Herzkrankheit. Dabei sterben Frauen häufiger als Männer an einem kranken Herz. Das zeigt der aktuelle Bericht der Deutschen Herzstiftung.
 

Mann hält Modell eines Herzens in der HandRund 208.000 Deutsche starben im Jahr 2014 an einer Herzkrankheit.
Demnach starben im Jahr 2014 rund 208.000 Deutsche an einer Herzkrankheit. Dabei starben deutlich mehr Frauen (111.000) als Männer (97.000) an einer solchen Erkrankung.
 
Besonders bei Frauen mit Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herzklappenerkrankungen ist die Sterblichkeit auffallend hoch. Die Zahl der Erkrankungen ist bei den Männern jedoch deutlich höher.
 
So lag die Sterbeziffer – Anzahl der Todesfälle pro 100.000 Einwohner – bei Frauen (rund 69 Todesfälle) mit 71 Prozent weit über dem Wert der Männer (40).
 
Laut dem Bericht werden herzkranke Frauen seltener operiert und erhalten weniger Medikamente als Männer. Ob die höhere Sterblichkeit an der unterschiedlichen medizinischen Versorgung liegt, müssten allerdings erst weitere Untersuchungen zeigen.
 
Infografik: Todesfälle bei Herzkrankheiten nach Bundesländern (Herzbericht 2016)
 

Die meisten Todesfälle in Sachsen-Anhalt, die wenigsten in Berlin

Der Herzbericht zeigt zudem, dass sich die Zahl der Todesfälle zwischen den Bundesländern unterscheidet. Die wenigsten Todesfälle gibt es in Berlin (169 Todesfälle pro 100.000 Einwohner), Hamburg (201) und Baden-Württemberg (219). Am höchsten sind die Zahlen für Sachsen-Anhalt (391), Thüringen (338) und Sachsen (336).

Aktualisierung: 
Herzbericht 2017

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