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Statistik: Mehr Zwischenfälle mit Drohnen

München, 16.11.2016 | 10:13 | kro

Gefährliche Vorfälle mit Drohnen nehmen im Flugverkehr über Deutschland zu. Das teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Dienstag mit.

Drohne am Himmel mit WolkeGefährliche Vorfälle mit Drohnen nehmen zu.
Demnach sind von Januar bis Oktober 2016 bereits 61 Fälle registriert geworden, in denen sich diese sogenannten unbemannten Flugobjekte gefährlich nah an Flugzeuge angenähert haben. Das ist eine Steigerung um das Fünffache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei wurden die meisten Behinderungen im Luftraum durch Drohnen am Flughafen Frankfurt verzeichnet, gefolgt von den Flughäfen Köln/Bonn und München.

„Den Fortschritt, den Drohnen bringen, begrüßen wir ausdrücklich“, sagte DFS-Geschäftsführer Klaus-Dieter Scheurle. Aber es bedürfe technologisch progressiver Lösungen und angemessener Regeln, damit dieser Fortschritt nicht auf Kosten der Sicherheit gehe.

Die DFS fordert daher einen „Drohnenführschein für alle“. Bislang muss ein Sachkundenachweis nur bei der gewerblichen Nutzung und ab einem Startgewicht von fünf Kilogramm erbracht werden. Zudem solle die Gültigkeit des Führerscheins zeitlich begrenzt werden.

Eine weitere Forderung der DFS ist die obligatorische Registrierung von allen Drohnen in einem zentralen Verzeichnis. Um unbemannte Luftfahrtsysteme sicher in den Luftverkehr zu integrieren, sei dies unabdingbar.
 

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