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PKV-Geschäftszahlen 2016: Wieder mehr Privatversicherte in Deutschland

München, 26.1.2017 | 14:07 | are

Die Gesamtzahl der Verträge in der privaten Krankenvollversicherung und Krankenzusatzversicherung hat sich im vergangenen Jahr erhöht. Das geht aus aktuellen Zahlen des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) hervor. 

Arzt-Vertrag-StethoskopIn Deutschland schließen wieder mehr Menschen eine private Krankenvollversicherung ab.
Demnach wurde erstmals seit 2012 im zweiten Halbjahr 2016 wieder ein positiver Saldo im Neuzugang der privaten Krankenvollversicherung verbucht. Für das Gesamtjahr bedeutet das nur noch ein leichtes Minus von 0,2 Prozent. Die Zahl der Vollversicherten lag 2016 damit bei 8,77 Millionen Personen.

Insgesamt entschieden sich im vergangenen Jahr laut dem PKV-Verband 121.000 gesetzlich Krankenversicherte für einen Wechsel in die PKV. Umgekehrt wechselten nur 120.000 Personen von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

Meist unfreiwillige Wechsler

Die Abgänge führt der PKV-Verband vor allem auf unfreiwillige Wechsler zurück. Viele zeit ihres Lebens privatversicherte junge Menschen müssten beim Eintritt in das Berufsleben unfreiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Auch Selbstständige, die wieder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen würden, hätten bei ihrem Wechsel keine andere Wahl.

Steigende Alterungsrückstellungen und Beitragseinnahmen

Trotz des aktuellen Niedrigzinses konnte die private Krankenvollversicherung laut dem Verband die Alterungsrückstellungen der Versicherten ausbauen. 2016 stiegen sie demnach um 5,9 Prozent auf insgesamt 233 Milliarden Euro.

Auch die Beitragseinnahmen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung haben sich im vergangenen Jahr erhöht: um 1,1 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro. Die Versicherungsleistungen stiegen gleichzeitig um 1,5 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro.

Über 25 Millionen Krankenzusatzversicherungen

Auch in der Krankenzusatzversicherung wurden 2016 mehr Verträge abschlossen. So stieg die Anzahl der Verträge um 1,3 Prozent auf 25,1 Millionen. Der Trend, neben der gesetzlichen Krankenversicherung zusätzlich privat vorzusorgen, setzt sich damit fort.

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