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Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse

Lesezeit 3 Min.
aktualisiert am 16.07.2020

Was bedeutet Rückstufung?

Melden Sie in der Kfz-Haftpflicht und/oder Vollkasko einen selbstverursachten Schaden, nimmt der Kfz-Versicherer eine Rückstufung Ihrer Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) vor.

Wo gibt es keine Rückstufung?

In der Teilkaskoversicherung gibt es keine SF-Klassen - daher gibt es dort keine Rückstufung. Ein Teilkaskoschaden hat deshalb auch keine direkte Auswirkung auf den Beitrag.

Was passiert bei der Rückstufung im Schadensfall?

Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse der Kfz-Versicherung

Eine Rückstufung bedeutet in den meisten Fällen eine Erhöhung Ihres Kfz-Versicherungsbeitrages, da der vom Kfz-Versicherer gewährte Beitragsrabatt sinkt.

In welche SF-Klasse Sie nach einem Schaden eingestuft werden, hängt von Ihrer Kfz-Versicherung und zum Teil sogar von Ihrem Tarif ab.

Wann wird zurückgestuft?

Sie werden erst nach dem Abschluss des Schadensfalles zum nächsten Versicherungsjahr zurückgestuft.

Sie melden beispielsweise am 15. Juli einen Schaden. Ihr Vertrag läuft bis zum 31. Dezember des Jahres. Die Rückstufung wird erst zum 01. Januar wirksam.

Beispiel einer Rückstufungstabelle

Die Versicherungsbedingungen Ihrer Gesellschaft enthalten sogenannte Rückstufungstabellen. An diesen können Sie erkennen, inwieweit Sie bei einem Schadensfall zurückgestuft werden.

Rückstufungstabelle

Rückstufung für Haftpflicht und Vollkasko

Für die Kfz-Haftpflicht und die Vollkasko gibt es getrennte Rückstufungstabellen. Bei mehr als einem Schaden innerhalb eines Versicherungsjahres fällt die Rückstufung noch stärker aus.

Um wie viel teurer Ihre Kfz-Versicherung wird, sehen Sie spätestens auf der neuen Beitragsrechnung der Kfz-Versicherung.

Oft enthält aber bereits die Mitteilung des Kfz-Versicherers über die abgeschlossene Bearbeitung Ihres Schadensfalles den neuen Beitrag mit den neuen SF-Klassen.

Kann ich die Rückstufung verhindern?

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Rückstufung im Schadensfall zu vermeiden.

  1. Der Rückkauf

    Sie können die Rückstufung verhindern, indem Sie den Schaden selbst bezahlen. Das lohnt sich bei kleineren Schäden, bei denen die Schadenssumme noch recht gering ist.

    Denn diese Summe sparen Sie in den nächsten Jahren durch den niedrig bleibenden Kfz-Versicherungsbeitrag wieder ein.

    Für den Schadenrückkauf haben Sie nach der entsprechenden Mitteilung des Kfz-Versicherers sechs Monate Zeit.

Schadenabschlussmeldung beachten

Zu Ihrer Orientierung, ob sich ein Schadenrückkauf für Sie lohnt, stellt Ihr Versicherer in der Schadenabschlussmeldung auch einen Vergleich der Beitragsentwicklung mit und ohne Rückstufung auf.

  1. Der Rabattschutz

    Viele Kfz-Tarife können mit der Option „Rabattschutz“ abgeschlossen werden. Mit einem Rabattschutz wird keine Rückstufung vorgenommen. Die Versicherung trägt trotzdem alle Schadenskosten.

    Ein Rabattschutz ist an bestimmte Bedingungen geknüpft wie etwa:
     
    • ein Mindestalter von Versicherungsnehmer und Fahrern (zum Beispiel 23 Jahre)
    • eine Mindest-SF-Klasse (zum Beispiel SF-Klasse 4)
    Ein Rabattschutz greift außerdem nur beim jeweiligen Anbieter. Bei einem Kfz-Versicherungswechsel ist die Option ungültig.

    Die neue Gesellschaft berechnet den Beitrag mit dem Versicherungsschaden aus der Vergangenheit. Sie nimmt die Rückstufung also nachträglich vor.

Lohnt sich ein Wechsel bei einer Rückstufung?

Ein Kfz-Versicherungswechsel kann sich trotz einer Rückstufung lohnen.

Denn bei einem anderen Versicherer fällt die Rückstufung eventuell weniger deutlich aus als bei der bisherigen Gesellschaft.

Nach einem Schaden können Sie hier online Kfz-Versicherungen vergleichen. Im Tarifrechner werden auch Ihre Vorschäden berücksichtigt. Die Police können Sie auf jeden Fall zur nächsten Hauptfälligkeit (dem Auslaufen des Vertrages nach einem Jahr) kündigen.

Sonderkündigung nach Schaden

Im Schadensfall können Sie Ihren laufenden Vertrag übrigens auch sofort per Sonderkündigung beenden und in einen geeigneten neuen Tarif wechseln.

Dafür haben Sie einen Monat Zeit. Die Frist beginnt mit der Mitteilung des Kfz-Versicherers über den Abschluss des Versicherungsfalles.

Antworten auf Ihre Fragen

Wann erfolgt eine Rückstufung?

Eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse erfolgt nach einem von Ihrer Kfz-Versicherung bezahlten Schaden. Dabei gilt: Die Rückstufung greift im nächsten Versicherungsjahr. Zurückgestuft werden Sie in der Kfz-Haftpflichtversicherung und in der Kfz-Vollkaskoversicherung.

Wird man nach einem Wildschaden zurückgestuft?

Nein, nach einem Wildschaden werden Sie nicht zurückgestuft. Wildschäden sind Sachen der Teilkaskoversicherung. Und bei dieser Kfz-Versicherung gibt es keine Schadenfreiheitsklassen – und somit auch keine Rückstufung.

Bei welchem Schaden wird hochgestuft?

Jeder Schaden, den Ihre Kfz-Haftpflicht für Sie reguliert – also bezahlt – , führt anschließend auch zu einer Hochstufung in Ihren Schadenfreiheitsklassen. Dabei ist es egal, wie teuer der Schaden war.  Gleiches gilt separat für die Vollkasko. Sie können die Hochstufung verhindern, indem Sie den Schaden selbst bezahlen oder der Versicherung zurückzahlen – oder, wenn Sie einen Rabattschutz haben.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Experte für Kfz-Versicherung sowie automobilen Entwicklungen im Pkw- und Motorradbereich.

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