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Verhaltensstudie : Hunde wollen Lob und Leckerli

München, 17.8.2016 | 15:47 | kro

Hunde wollen nicht nur das Eine: Für sie ist ein verbales Lob als Belohnung genauso wichtig wie ein Leckerli. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der amerikanischen Emory University.
 

Beagle mit BelohnungLob und Leckerli sind gleich wichtig.
Dabei wurde zunächst erforscht, wie das Gehirn der 15 vierbeinigen Probanden auf verschiedene Belohnungsreize reagierte. Die Hunde lernten im ersten Schritt, drei Gegenstände mit bestimmten Ergebnissen zu assoziieren: Ein rosa Spielzeugauto symbolisierte Futter, ein blauer Ritter verbales Lob von Frauchen oder Herrchen. Keine Belohnung gab es dagegen bei einer Haarbüste.

Im Anschluss testeten die Wissenschaftler, welcher Gegenstand das Belohnungszentrum im Hundehirn am stärksten aktivierte. Das Ergebnis: Die meisten Hunde bevorzugten das Lob ihres Besitzers gegenüber dem Leckerli oder reagierten auf beide Belohnungen ähnlich. Lediglich zwei verfressene Vierbeiner präferierten klar das Futter.

Die von den Gehirn-Bildern abgeleiteten Vorlieben bestätigten sich auch in einem Verhaltenstest. Bei diesem mussten sich die Hunde in einem einfachen Labyrinth für einen von zwei Wegen entscheiden. Der eine führte zu einem Napf mit Leckereien, der andere zu Herrchen beziehungsweise Frauchen – samt Lob bei der Ankunft.

Während der verschiedenen Durchgänge des Labyrinth-Tests wechselten die meisten Hunde gleichmäßig zwischen Mensch und Futter ab. Diejenigen, die im Gehirntest eine starke Präferenz für das Lob ihrer Bezugsperson gezeigt hatten, liefen jedoch in 80 bis 90 Prozent der Fälle zu ihr. Dies offenbart aus Sicht der Studienautoren, wie wichtig Lob für Hunde ist. Soziale Belohnung habe für sie womöglich eine ähnlich hohe Bedeutung wie für Menschen.
 

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