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Test von 28 Banken Wo Jugendliche das beste Konto finden

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Guthabenzins, Prepaid-Kreditkarte, Online-Banking mit Zustimmung der Eltern: Die Konditionen für Jugendkoten unterscheiden sich stark. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat genau hingeschaut.
Jugendliche mit Smartphone

Aufregend und neu: als Teenie zum ersten Mal selbst online Geld überweisen - ein Kontenvergleich lohnt sich.

Zum ersten Mal eine Überweisung im Internet in Auftrag geben, einen Kontoauszug ausdrucken oder mit der Bankkarte Geld am Automaten abheben: Ein Jugendkonto bietet schon jungen Leuten unter 18 die Möglichkeit, sich ans Verwalten der eigenen Finanzen heranzutasten. Wo sie das zu den besten Bedingungen tun können, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) getestet. Auf dem ersten Platz ist die Sparkasse Nürnberg gelandet – die einzige von 28 untersuchten Banken, der die Tester die Note „sehr gut“ gaben.

Was die Jugendkonten der Testsieger auszeichnet

Sparkasse Nürnberg, „mein Giro“: Die Kontoführung kostet nichts und Kunden ab zwölf Jahren erhalten eine kostenlose Prepaid-Kreditkarte. Wer die Kreditkarte oder die zum Konto gehörige Girocard verliert, muss nicht einmal für die Ersatzkarte etwas bezahlen. Mit Zustimmung der Eltern können junge Kontoinhaber Telefon-, Online- und Mobile-Banking nutzen. Kostenlos kommt der Inhaber eines Jugendkontos an mehr als 25.000 Automaten an Bargeld. Und wer beispielsweise gezielt auf den Führerschein spart, erhält dafür besondere Konditionen.

Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam, „Cash-Xtra“: Wie auch beim Testsieger sind Kontoführung, Zahlungsverkehr und Ersatz von Bankkarten hier kostenlos. Für Guthaben erhalten Kontoinhaber sogar 1,5 Prozent Zinsen. Telefon-, Online- und Mobile-Banking lassen sich mit Zustimmung der Eltern nutzen. Die Hotline ist für Kontoinhaber mehr als 100 Stunden in der Woche erreichbar.

Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, „GiroFlex“: Vor allem die im Test unübertroffene Erreichbarkeit der Bank rund um die Uhr an allen Wochentagen sticht aus Sicht der Tester heraus. Das Jugendkonto erhalten Kunden bis 27 Jahre kostenlos. Die schon ab elf Jahren erhältliche Prepaid-Kreditkarte kostet ebenfalls nichts. Keine Gebühren verlangt die Bank außerdem für Sperrung und Ersatz der Kreditkarte.

Die Sparkasse Nürnberg erhielt als einzige die Note „sehr gut“, an vier Banken vergaben die Tester ein „gut“. Neben dem Zweit- und Drittplatzierten waren dies die Stadtsparkassen in Düsseldorf und Wuppertal.

Auffällig ist: Die drei Erstplatzierten sind allesamt regionale Sparkassen, deren Angebot sich wegen des Regionalitätsprinzips der Sparkassen nur an Kunden aus der Region richtet. Das ist ein Indiz dafür, dass sich womöglich gerade regionale Banken um spezielle Angebote für die Kunden von morgen bemühen. Gleichzeitig bieten aber auch überregionale Banken Jugendkonten an. Aus deren Riege hat die Targobank im Test des DISQ mit Platz zehn am besten abgeschnitten, auch Commerzbank und Deutsche Bank rangieren im Mittelfeld.

Wen und wie das DISQ getestet hat

Den Anspruch, alle Jugendkonten deutscher Banken zu vergleichen, kann die Studie nicht erheben. Das Institut hat zusammen mit dem Betriebswirtschaftler Professor Thomas Liebetruth von der Technischen Hochschule Regensburg von den 100 Banken mit der größten Bilanzsumme die regionalen und überregionalen Universalbanken mit Filialgeschäft unter die Lupe genommen, die ein spezielles Jugendkonto anbieten, das schon für 16-Jährige nutzbar sein muss.

Bei den 28 Banken, die die Kriterien erfüllen, haben die Tester die Konditionen und das Angebot an Filialdienstleistungen untersucht. Sie stellten Fragen wie: Wie viel Grundgebühr zahlen junge Kontoinhaber, was kostet sie der Zahlungsverkehr, erhalten sie Guthabenzinsen, zu welchen Bedingungen erhalten sie eine Prepaid-Kreditkarte, zu welchen Bedingungen können sie Telefon- und Online-Banking nutzen, wie alt müssen sie mindestens und wie alt dürfen sie höchstens sein?

Bewertet haben die Tester die Konditionen der einzelnen Banken am Beispiel eines Kunden mit diesem Profil: Ein 16-jähriger Schüler ohne monatlich regelmäßigen Zahlungseingang und ohne nennenswertes Anlagevermögen, der eine Bareinzahlung von 60 Euro im Monat tätigt und das Konto für seinen allgemeinen Zahlungsverkehr nutzt. Jeden Monat tätigt der Schüler je eine Überweisung mit und ohne Beleg, lässt einmal pro Monat per Dauerauftrag Geld abbuchen und drei Mal per Lastschrift Geld abbuchen. Die Eltern haben zugestimmt, dass er eine Girocard und eine Prepaid-Kreditkarte sowie Telefon-, Online- und Mobile-Banking nutzt. 

Kritik: Rundum gute Konditionen und Dienstleistungen die Ausnahme

So unterschiedlich die Konditionen der einzelnen Banken sind, in bestimmten Bereichen können sie aus Sicht des DISQ bereits punkten, bei anderen sind ihre Angebote für junge Leute ausbaufähig.
Als Stärken der geprüften Jugendkonten machten die Tester aus:
  • 26 von 28 Banken verlangen keine Grundgebühr, die anderen monatliche Gebühren von 1,90 beziehungsweise 2,50 Euro.
  • Die Kosten für den Zahlungsverkehr sind sehr gering und liegen höchstens bei 1,90 Euro.
  • Die meisten Banken ersetzen verlorene Karten kostenlos.
  • Mehr als vier Fünftel der Banken bieten eine Prepaid-Kreditkarte an.
  • Alle ermöglichen mit Zustimmung der Eltern Online- und Mobile-Banking.
  • Durch die Partnerverbünde sind die kostenlos nutzbaren Automatennetze teils sehr groß, das der Sparkassen-Finanzgruppe beispielsweise umfasst mehr als 25.000 Automaten bundesweit.
  • Alle getesteten Banken sind über eine Hotline erreichbar.
Dem gegenüber stehen Schwächen wie:
  • Nur jede zweite Bank verzinst das Guthaben ihrer Kunden.
  • Die Prepaid-Kreditkarte ist nur bei sechs Banken kostenlos, bei den anderen liegt die Jahresgebühr bei bis zu 42 Euro.
  • Von den 23 Banken mit Prepaid-Karten vergeben acht diese Karten nur an Kunden ab mindestens 14 Jahren oder sogar noch höherem Mindestalter.
  • Nur elf Banken bieten Zusatzleistungen wie Ermäßigungen für Veranstaltungen oder ein Kundenmagazin.
  • Wer im Ausland 60 Euro abhebt, zahlt mit durchschnittlich fünf Euro relativ hohe Gebühren.
  • Nur jede vierte Bank ist über ihre Hotline rund um die Uhr erreichbar, elf Banken nicht mehr als 60 Stunden in der Woche.
  • Das Filialnetz auch der überregionalen Banken bezeichnen die Tester als zum Teil wenig ausgebaut.
  • Die Zahl der Multifunktionsterminals ist zum Teil ausbaufähig; bei zehn Banken stehen den Kunden jeweils weniger als 25 Geräte zur Verfügung.
Fazit: Dass fünf Banken als „sehr gut“ oder „gut“ bewertet wurden, heißt auch: 16 Banken erhielten die Note „befriedigend“, sieben nur „ausreichend“. Gute Konditionen in Verbindung mit guten Filialdienstleistungen sind nach dem Urteil der Tester eher die Ausnahme als die Regel. Sie raten daher dazu, bei der Auswahl des Kontos für den Nachwuchs genau hinzuschauen und zu vergleichen.

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