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"Beste Bank 2017" ausgezeichnet Wechselwillige Sparkassen-Kunden und eine glänzende Direktbank

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Die zahlreichen Gebührenerhöhungen der letzten Jahre haben bei Bankkunden tiefe Spuren hinterlassen. Das zeigt der diesjährige Bankentest im Auftrag des Finanzmagazins Euro. Dass zum wiederholten Mal eine Direktbank als Siegerin hervorgeht, ist keine Überraschung mehr.
 Deutschlands beste Bank

Die beste Bank des Landes finden Kunden heute nicht mehr in der Stadt, sondern im Internet, so S.W.I. Finance.

Die ING DiBa darf sich mittlerweile im vierten Jahr in Folge als Deutschlands beste Bank bezeichnen. Diese Auszeichnung wurde ihr vom Hamburger Beratungsunternehmen S.W.I. Finance verliehen. Das hat in diesem Jahr 29 bundesweit tätige Geldinstitute auf ihre Produkte und ihren Service abgeklopft. Zudem floss eine Kundenbefragung mit über 150.000 Teilnehmern in die Wertung ein.

Da die Frankfurter Direktbank auch in der Kundenbefragung die Nase vorn hat, wurde ihr darüber hinaus auch noch die Auszeichnung als Deutschlands beliebteste Bank verliehen. Auch die Produktwertung für das beste Girokonto konnte das Institut für sich entscheiden. Beste Filialbank wurde in diesem Jahr die Targobank, nachdem der Titel in den vergangenen drei Jahren stets an die Commerzbank gegangen war.

Doch das sind nicht die einzigen Ergebnisse der Studie. Sie zeigt mit eindrucksvollen Zahlen, wie unzufrieden viele Kunden, gerade von regionalen Filialbanken, mittlerweile mit ihren Geldhäusern sind. Drei Einblicke:
  • Fast jeder zweite Sparkassenkunde will wechseln
Bei den Sparkassenkunden zeigt sich laut Befragung am deutlichsten, wie tief der Graben zwischen vielen Bankkunden und ihren Geldinstituten mittlerweile ist. Bei ihnen ist die Wechselbereitschaft aktuell mit Abstand am höchsten, so Marcus Schad, der Geschäftsführer von S.W.I. Finance im Gespräch mit der Euro. Über 42 Prozent von ihnen gaben demnach an, ihre Bank wechseln zu wollen. Bei den Kunden von Direktbanken läge dieser Anteil bei nicht mal einem Prozent.
  • Gebühren drücken auf die Zufriedenheit
Verantwortlich für die große Wechselbereitschaft seien dabei weit weniger die zahlreichen Filialschließungen, sondern vor allem die vielerorts deutlich gestiegenen Kontogebühren. „Bei Instituten mit Filialschließungen – etwa Commerzbank und Deutsche Bank – veränderten sich die Werte für die Gesamtzufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr nur wenig. Institute mit höheren Kontoführungsgebühren – zum Beispiel HypoVereinsbank und Postbank – werden hingegen abgestraft“, sagte Schad.
  • Weiter steigende Kosten erwartet
Auch beim Blick in die Zukunft sind es vor allem die Sparkassen-Kunden, die von ihrer Bank wenig Gutes erwarten. Etwa die Hälfte von ihnen geht davon aus, dass sich ihre Kontoführungsgebühr bereits in den nächsten zwölf Monaten weiter verteuern wird. Unter den Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken rechnet etwa ein Drittel mit steigenden Gebühren in diesem Zeitraum, so Schad.
 

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