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Strafzinsen auf hohe Anlagebeträge Nassauische Sparkasse führt Negativzinsen für Privatkunden ein

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Das Wiesbadener Geldinstitut bittet vermögende Sparer ab einer halben Million Euro auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto zur Kasse, anstatt ihnen Zinsen zu zahlen. Die Liste der Geldinstitute, die Negativzinsen erheben wird größer – dank der EZB.
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Nach der Sparkasse Hamburg erhebt jetzt auch die Nassauische Sparkasse Negativzinsen.

Nun also auch die Nassauische Sparkasse (Naspa): Negativzinsen für vermögende Kunden. Ab dem 1. Juli führt das Institut aus Wiesbaden, das zu den größten Sparkassen des Landes zählt, einen Negativzins von -0,4 Prozent auf Spareinlagen von Privatkunden ein. Wer mehr als 500.000 Euro auf seinem Girokonto oder Tagesgeldkonto deponiert, wird künftig zur Kasse gebeten. Das bestätigte eine Sprecherin der Bank gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Alternative Anlagemöglichkeiten ohne Verwahrentgelt stünden vermögenden Sparern aber zur Verfügung. Die Naspa reiht sich damit ein in die immer größer werdende Liste von Banken, die von Firmen- und Privatkunden bei sehr hohen Anlagebeträgen Zinsen verlangen, anstatt ihnen welche zu zahlen.

Kleinsparer bislang nicht betroffen

Auf die Frage, ob Kleinsparer auch Negativzinsen bei einer Sparkasse fürchten müssen, antwortet der damalige Präsident des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes (DSGV) Georg Fahrenschon im CHECK24-Interview vor zwei Jahren, dass die Entscheidung, Negativzinsen einzuführen, jede Sparkasse für sich treffen muss, aber dass alles getan werde, um dies zu verhindern. In der Zwischenzeit hat keine geringere als die größte deutsche Sparkasse, die Sparkasse Hamburg (Haspa), Negativzinsen für Privatkunden ab einem Betrag von 500.000 Euro Euro eingeführt. Zahlreiche andere Sparkassen haben diesen Schritt bislang nur für ihre Firmenkunden gewagt.

Banken reichen Negativzinsen weiter

Viele deutsche Banken, darunter auch genossenschaftliche Institute, verlangen mittlerweile Negativzinsen von ihren vermögenden Kunden. Der wohl wichtigste Grund dafür ist die ultralockere Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die bislang noch kein Ende finden will. Diese verlangt seit März 2016 von den Privatbanken einen negativen Einlagezins von -0,4 Prozent für Geld, das die Geldinstitute über Nacht bei der EZB parken. Dadurch entstehen Kosten, welche die Banken nicht durch das Kreditgeschäft kompensieren können, denn durch die Niedrigzinspolitik befinden sich auch die Zinsen für Kredite auf einem Rekordtief – was die Margen der Banken schmälert.

Da EZB-Präsident Mario Draghi auf der letzten Ratssitzung verkündet hat, dass der Leitzins mindestens bis Mitte nächsten Jahres bei null Prozent verharren und die Geldpolitik aufgrund schlechter Konjunkturaussichten eher gelockert als gestrafft wird, könnten nach der Naspa womöglich weitere Banken in Deutschland Negativzinsen für Kunden mit hohen Anlagebeträgen einführen.
 

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