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Deutsche zahlen am liebsten mit Bargeld

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Jeder zweite Bundesbürger zahlt am liebsten bar. Das geht aus einer aktuellen Befragung hervor, die der Bankenverband veröffentlicht hat. Nur jeder Fünfte bevorzugt die Zahlung mit Girocard oder Kreditkarte.
Frau zählt Bargeld

Nur Bares ist Wahres: Die Deutschen zahlen lieber mit Scheinen und Münzen als mit Plastikgeld.

Beim Einkaufen favorisieren 47 Prozent der Deutschen Bargeldzahlungen. Nur 22 Prozent zahlen lieber mit Karte. 16 Prozent der Befragten geben keine Präferenz an und 15 Prozent machen die Zahlungsweise vom Betrag abhängig. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der GfK-Marktforschung im Auftrag des Bankenverbandes.

Nur Wenige heben Beträge über 500 Euro ab

Mit Bargeld versorgen sich demnach die meisten Deutschen am Geldautomaten. Drei von zehn Befragten (29 Prozent) heben einmal in der Woche Geld am Automaten ab, fast ebenso viele (30 Prozent) alle zwei Wochen. Noch 26 Prozent besorgen sich einmal im Monat Bargeld auf diese Weise. Mehr als die Hälfte der Befragten, die mindestens einmal monatlich Geld am Automaten ziehen (56 Prozent) hebt bis zu 200 Euro ab, jeder vierte bis zu 500 Euro und sechs Prozent heben regelmäßig Beträge über 500 Euro ab.

Neun Prozent geben an, seltener Geld am Automaten abzuheben, sechs Prozent tun dies nach eigenen Angaben nie. Bargeld erhalten Verbraucher auch direkt am Bankschalter und teilweise im Einzelhandel an der Kasse sowie an Tankstellen.

Kommt bald eine Obergrenze für Barzahlungen?

Das Bundesfinanzministerium hatte Anfang Februar mit der Forderung nach einer EU-weiten Bargeldobergrenze für heftige Diskussionen gesorgt. Barzahlungen von mehr als 5.000 Euro könnten hierzulande bereits ab Ende des Jahres verboten werden. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Pläne ab, wie eine Umfrage zeigte. Kritiker bezweifeln, dass Steuerhinterziehung und Terrorismusfinanzierung durch eine solche Regelung wirksam bekämpft würden.

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