Sie sind hier:

Umfrage: Mehrheit würde elektronische Gesundheitsakte nutzen

München, 10.11.2017 | 11:47 | are

56 Prozent der Deutschen sind an der Nutzung einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA) interessiert. Nur zehn Prozent schließen dies aus. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research hervor. 

Ein Arzt im Krankenhaus schaut auf ein Tablet.Die Mehrheit der Deutschen sieht in der eGA Vorteile für die Gesundheitsversorgung.
Als wichtigsten Vorteil einer elektronischen Gesundheitsakte sehen die Bundesbürger die Zeit- und Aufwandsersparnis. Drei von vier Personen glauben demnach, dass die eGA den behandelnden Ärzten im Notfall wichtige Informationen liefern könne. Auch ein elektronischer Impfpass wird als wichtiger Vorteil genannt.
 
60 Prozent der Befragten erwarten außerdem, dass durch die eGA Gesundheits- und Behandlungsdaten automatisch übertragen werden. Ärzte, Krankenkassen und Apotheken sollen so besser zusammenarbeiten können.
 

Viele fürchten Missbrauch ihrer Daten

Die befragten Deutschen sehen aber nicht nur Vorteile, sondern auch mögliche Gefahren durch eine digitale Akte. Mehr als die Hälfte sieht die Gefahr eines gläsernen Bürgers und befürchtet einen potenziellen Missbrauch ihrer Daten.
 
Darüber hinaus ist die informelle Selbstbestimmung ihrer Daten vielen wichtig: Acht von zehn Befragten wollen zu jeder Zeit die Kontrolle darüber haben, welche Daten in einer eGA gespeichert werden.
 
Für die Umfrage wurden rund 1.000 Deutsche im Alter zwischen 18 und 69 Jahren online befragt.

Weitere Nachrichten zum Thema Gesetzliche Krankenversicherung