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Bertelsmann Stiftung: Rückenschmerzen werden oft falsch behandelt

München, 22.11.2016 | 12:13 | are

20 Prozent der gesetzlich Versicherten gehen wegen Rückenschmerzen mindestens einmal im Jahr zum Arzt. Die darauf folgenden Untersuchungen sind allerding oft unnötig. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. 

Rund 70 Prozent der Deutschen litten in den letzten zwölf Monaten unter Rückenschmerzen.Rund 70 Prozent der Deutschen litten in den letzten zwölf Monaten unter Rückenschmerzen.
Neben der Datenauswertung von sieben Millionen gesetzlich Versicherten wurden 1.000 Bürger zum Thema Rückenschmerzen befragt. Demnach glaubt jeder Zweite, dass man bei Rückenschmerzen gleich einen Arzt aufsuchen sollte. Insgesamt finden laut der Studie in Deutschland jedes Jahr über 38 Millionen Arztbesuche wegen Rückenschmerzen statt.
 
60 Prozent der Befragten erwarten bei Rückenschmerzen vom Arzt eine bildgebende Untersuchung wie Röntgen-, Computertomografie- (CT) und Magnetresonanztomografie-Aufnahmen (MRT). Dabei sind die Erwartungen an die Untersuchungen oft zu hoch. Während 70 Prozent glauben, dass die Ursache des Schmerzes dadurch gefunden werden kann, ist dies tatsächlich nur bei 15 Prozent der Betroffenen der Fall.
 

Forderung: Ärzte müssen mehr mit Patienten reden

Die Bertelsmann Stiftung fordert, dass Ärzte falsche Kenntnisse und Erwartungen der Patienten korrigieren sollten. Dies sei aktuell nicht der Fall. Stattdessen würden Ärzte zu viele Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen durchführen als nötig. Zudem würden sich viele Ärzte nicht an die medizinischen Leitlinien halten. 43 Prozent der befragten Patienten wurden etwa Ruhe und Schonung empfohlen, obwohl dies nach aktueller medizinischer Auffassung in den meisten Fällen kontraproduktiv sei.
 
Die Stiftung rät daher, die gründliche körperliche Untersuchung und das persönliche Gespräch zwischen Arzt und Patient wieder in den Fokus zu rücken. Dafür seien allerdings Korrekturen am ärztlichen Vergütungssystem nötig wie etwa eine bessere Bezahlung von Patientengesprächen.
 
Der Krankenhaus-Report der Barmer GEK hatte im letzten Jahr bereits gezeigt, dass Patienten mit Rückenschmerzen im Krankenhaus nicht wirksam behandelt werden.
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