Sie sind hier:

DAK-Analyse: Weniger Krankschreibungen im ersten Halbjahr

München, 26.7.2017 | 10:53 | are

Arbeitnehmer in Deutschland haben sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres seltener krankgemeldet als im Vorjahr. Das geht aus einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor. 

Arbeitnehmer schnäuzt sich im Büro in Taschentuch.Der Krankenstand ist im ersten Halbjahr 2017 leicht gesunken.
Demnach betrug der Krankenstand im ersten Halbjahr dieses Jahres 4,3 Prozent – 0,1 Prozentpunkte weniger als im ersten Halbjahr 2016. 63,5 Prozent der Berufstätigen waren dieses Jahr noch nicht krankgeschrieben – die restlichen 36,5 Prozent dagegen mindestens einmal. Jeder zweite Fehltag ging dabei auf eine von drei Krankheitsarten zurück.
 
Am häufigsten wurden die Arbeitnehmer wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen krankgeschrieben – jeder fünfte Fehltag ging darauf zurück. Männer sind mit 23,5 Prozent öfter davon betroffen als Frauen (18,5 Prozent).
 
An zweiter und dritter Stelle folgten Atemwegserkrankungen (18 Prozent) und psychische Erkrankungen (15,6 Prozent). Frauen wurden häufiger wegen psychischer Leiden krankgeschrieben und fielen besonders lange aus: Ein solcher Krankheitsfall dauerte durchschnittlich 34,7 Tage an.
 

Ostdeutsche öfter und länger krank

Im bundesweiten Vergleich zeigt sich, dass Arbeitnehmer in den östlichen Bundesländern mit einem Krankenstand von 5,5 Prozent im Schnitt häufiger und länger krank sind als Berufstätige in Westdeutschland. Hier liegt der Krankenstand bei 4,2 Prozent.
 
Für die Analyse wurden die Daten von 2,3 Millionen berufstätigen DAK-Versicherten ausgewertet.

Weitere Nachrichten zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung