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Weniger Rendite und doch rentabel Was die steigende Inflation fürs Tagesgeld bedeutet

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Die Inflation in Deutschland zieht an – auch zum Leidwesen vieler Tagesgeldsparer. Ihrer Geldanlage abschwören müssen sie deswegen aber nicht. Wir zeigen, wie und warum sich Tagesgeld nach wie vor lohnt.
Sparerindex September 2016

Der Sparerindex hat im September den niedrigsten Wert des Jahres erreicht. Unrentabel ist Tagesgeld deswegen aber nicht.

Keine guten Nachrichten für Sparer: Im September hat der Sparerindex den bislang tiefsten Wert des Jahres erreicht. Und mehr noch: So niedrig wie im vergangenen Monat hat der vom Vergleichsportal CHECK24 ermittelte Index, der die mit Tagesgeld maximal erzielbare reale Rendite beziffert, seit Mai 2015 nicht gelegen. Schuld daran ist der jüngste Anstieg der Inflationsrate.

Steigende Inflation schmälert realen Zinsgewinn

In weniger als einem halben Jahr ist die Teuerungsrate in Deutschland von -0,10 Prozent im April auf zuletzt 0,70 Prozent geklettert. Diesen 0,70 Prozent stand im September ein maximaler Tagesgeldzins von 1,10 Prozent im CHECK24-Tagesgeldvergleich gegenüber. Das bedeutet eine inflationsbereinigte Rendite von maximal 0,40 Prozent. Zum Vergleich: Noch im Vormonat konnten Sparer, die als Neukunde ein Tagesgeldkonto eröffneten, in der Spitze eine jährliche reale Rendite von 0,75 Prozent erzielen.

Doch welche Folgen hat dieser Rückgang für Anleger? Rechtfertigt ein solcher Zinsgewinn den Aufwand des Tagesgeld-Hoppings noch, also den regelmäßigen Wechsel des Tagesgeldkontos auf der Jagd nach den besten Zinsen? Die Antwort: ja. Das zeigt ein direkter Vergleich mit den aktuellen marktüblichen Zinsen, wie sie die Deutsche Bundesbank monatlich ermittelt.

Geringere Rendite statt höherer Verlust

Zwar hat die Bundesbank für September noch keine Zahlen veröffentlicht – einen Eindruck vom gegenwärtigen Zinsniveau geben aber die Werte vom August. So zahlten deutsche Banken auf täglich fällige Einlagen, zu denen neben Tagesgeld- auch Girokontoguthaben zählen, zuletzt im Schnitt nur 0,08 Prozent Zinsen pro Jahr. Sollte dieser Zinssatz im September erneut unverändert geblieben sein, würde das unterm Strich aufs Jahr gerechnet einen realen Verlust von -0,62 Prozent bedeuten. Vor diesem Hintergrund erscheint ein reales Plus von 0,40 Prozent schon weitaus attraktiver.

Daran zeigt sich: Vor allem Sparer, die ihr Geld ohnehin auf einem Tagesgeld- oder gar dem Girokonto deponieren, holen weit mehr aus ihren Ersparnissen heraus, indem sie diese regelmäßig auf ein neues Tagesgeldkonto umschichten. Und von diesen Sparen gibt es hierzulande nicht wenige. Laut der Comdirect Bank zählen die beiden Bankkonten nach wie vor zu den bevorzugten Geldanlagen der Deutschen. Jeder zweite Sparer legt sein Geld noch immer auf dem Girokonto an, jeder dritte auf dem Tagesgeldkonto.

Doch auch für alle, die bislang noch kein Tagesgeldkonto haben, kann sich die Eröffnung eines solchen lohnen. Denn Einlagen auf dem Tagesgeldkonto sind so flexibel verfügbar wie auf dem Girokonto, aber meist besser verzinst. Über die gesetzliche Einlagensicherung sind Tagesgeldersparnisse außerdem bis zu einem Betrag von 100.000 Euro je Kunde und Bank abgesichert. Hinzu kommt die freiwillige Einlagensicherung, an der sich die meisten deutschen Banken beteiligen und durch welche selbst Guthaben in Millionenhöhe im Fall einer Bankenpleite abgesichert sind.

Hier gibt es die besten Zinsen aufs Tagesgeld

Beim Bestzinsangebot, das für die Berechnung des Sparerindex herangezogen wurde, handelt es sich um das Tagesgeldkonto der Audi Bank und der Volkswagen Bank. Beide bieten Neukunden aktuell einen Tagesgeldzinssatz von 1,10 Prozent p.a. – mehr als genug, um auch gegen einen weiteren Inflationsanstieg gerüstet zu sein.

Das Neukundenangebot* der Audi und der VW Bank im Überblick

  • Jährliche Verzinsung von 1,10 Prozent
  • Zinsgarantie von vier Monaten
  • Zinssatz gültig für Anlagebeträge bis 100.000 Euro

* als Voraussetzung gilt, dass der Kunde zuvor kein Tagesgeldkonto bei einer der beiden Autobanken geführt hat

Langfristige Rentabilität erfordert regelmäßigen Wechsel

Das Angebot der beiden Autobanken beschränkt sich auf Neukunden und eine Dauer von vier Monaten. Nach Ablauf dieser Zinsgarantie gilt es für Sparer daher, sich erneut auf die Suche nach dem bestverzinsten Konto zu begeben, um auch weiterhin die höchstmöglichen Erträge zu erwirtschaften. Mit dem Sparerindex erfahren Anleger jeden Monat automatisch, wo sie den aktuell besten Tagesgeldzins finden und welche reale Rendite sie damit erwirtschaften können. Um den Sparerindex zu abonnieren, genügt eine E-Mail an sparerindex@check24.de.

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