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Ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto Strafzinsen jetzt auch bei der Sparda-Bank Berlin

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Erneut verlangt eine große Bank Strafzinsen für hohe Tagesgeldeinlagen. Das soll Sparer dazu bewegen, andere Anlageformen in Betracht zu ziehen. Denn mittlerweile werden Sichteinlagen für Banken zu einem kostspieligen Service.
Strafzinsen

Anstatt Zinsen zu bekommen, werden vermögende Sparer bei der Sparda-Bank Berlin bald zur Kasse gebeten.

Schon wieder Strafzinsen aufs Tagesgeld für Privatkunden: Nach der thüringischen Skatbank, der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee, der Sparkasse KölnBonn und der Hamburger Volksbank führt mit der Sparda-Bank Berlin nun eine weitere Bank Negativzinsen für vermögende Sparer ein. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung will das Berliner Kreditinstitut ab dem 1. September ein sogenanntes Verwahrentgelt in Höhe von 0,4 Prozent für die Konten „Sparda Cash“ und „Sparda Cash Online“ ab einer Höhe von 100.000 Euro einführen. Davon wären rund ein Prozent der 500.000 Mitglieder der eigenständigen Genossenschaftsbank betroffen. Ziel sei es, die Kunden zu Gesprächen über alternative Anlageformen zu bewegen. Denn die Einlagen der Kunden sind für die Bank mit Kosten verbunden.

Negativzinsen der EZB an Kunden weitergereicht

Als Grund für die Einführung von Strafzinsen für Privatkunden nannte die Bank die Negativzinsen, die sie für Einlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zahlen muss. Derzeit zahlen Banken aus der Eurozone einen Zins von 0,4 Prozent für kurzfristige Einlagen bei der EZB. Das bringt einige Kreditinstitute in Bedrängnis. Insgesamt zahlten deutsche Geldhäuser nach Angaben der FAZ allein im letzten Jahr rund 1,5 Milliarden Euro an die EZB. Nun sieht sich die Sparda-Bank Berlin offenbar dazu gezwungen, die Kosten für ihre Einlagen an einen kleinen Teil ihrer Kunden weiterzurreichen.

Gebührenerhöhung ist nicht genug

Bereits kurz nach der Einführung eines negativen Einlagezinssatzes bei der EZB hatte die Sparda-Bank Berlin Gebühren für einige ihrer Produkte erhöht, um die dadurch entstehenden Kosten abzudecken und Strafzinsen für ihre Kunden zu vermeiden. So gab es das kostenlose Girokonto ab 2014 nur noch für Mitglieder mit einem regelmäßigen Gehaltseingang. Auch für die Bankkarte verlangt die Bank nun ein Entgelt. Die Sparda-Bank Berlin verweist darauf, dass es sich bei der Einführung von Strafzinsen aufs Tagesgeld nicht um einen abgestimmten Schritt aller Sparda-Banken, sondern um eine eigenständige Entscheidung der Berliner Genossenschaftsbank handele.

Strafzins in Gmund: Verringerung der Kundeneinlagen als Erfolg

Wie sich Strafzinsen auf die Bilanz einer Bank auswirken, zeigt der Blick nach Bayern. Die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee zählte im vergangenen Jahr zu den ersten Banken, die ein Verwahrentgelt von 0,4 Prozent ab 100.000 Euro auf dem Giro- und Tagesgeldkonto einführte. Nun legt sie ihre Bilanz vor: Dort hat sich die Bilanzsumme laut Münchner Merkur im Vergleich zum Vorjahr um neun Millionen Euro auf rund 133 Millionen Euro reduziert, die Kundeneinlagen sind auf rund 100 Millionen Euro gesunken. Es klingt paradox, aber den Rückgang der Bilanzsumme bezeichnet das oberbayerische Geldhaus als Erfolg: „Mit dem „Verwahr-Entgelt“ und der Reduzierung der Giro- und Tagesgelder konnte das erhebliche Ungleichgewicht innerhalb der Bilanzstruktur erfolgreich beseitigt werden“, heißt es in der Pressemeldung der Bank. 

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