089 - 24 24 12 65 Hilfe und Kontakt
Ihre persönliche Versicherungsberatung
089 - 24 24 12 65

Montag - Freitag von 8:00 - 20:00 Uhr

 

Gerne kontaktieren Sie uns per E-Mail:
rente@check24.de

Merkzettel
Merkzettel
Merkzettel
Ihr Merkzettel ist leer.
Bitte melden Sie sich in Ihrem CHECK24 Kundenkonto an, um Ihren Merkzettel zu sehen.
Jetzt Punkteteilnehmer werden: 5 € sichern
Ihr Browser wird nicht mehr unterstützt.
Damit Sie auch weiterhin schnell und sicher auf CHECK24 vergleichen
können, empfehlen wir Ihnen einen der folgenden Browser zu nutzen.
Trotzdem fortfahren
Sie sind hier:

Vorsorgeatlas: Gesetzliche Rente alleine reicht im Alter nicht aus

München, 29.10.2021 | 16:28 | mst

Private Altersvorsorge wird immer wichtiger. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Union Investment. Die Rente wird im Schnitt weniger als die Hälfte des letzten Bruttoeinkommens abdecken. Die Fondsgesellschaft fordert die Politik zu Rentenreformen auf.
 

Älterer Mann mit Maske und Einkaufswagen in einem Berliner Supermarkt.Rentner im Supermarkt: Die gesetzliche Rente alleine wird im Alter meist nicht ausreichen.
Die gesetzliche Rente alleine wird im Alter nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Das zeigt der „Vorsorgeatlas Deutschland 2021“ der Fondsgesellschaft Union Investment.
 
Die Altersrente wird demnach im Schnitt 47 Prozent des letzten Bruttoeinkommens betragen. Notwendig wären jedoch mindestens 60 Prozent. Dies betrifft knapp zwei Drittel der 20- bis 65-Jährigen. Sie erhalten zu Rentenbeginn eine durchschnittliche Monatsrente von 1.449 Euro nach heutiger Kaufkraft.
 
Rund zwanzig Millionen Deutsche sorgen bereits privat für das Alter über die zweite Schicht vor – etwa mit einer Riester-Rente. Im Durchschnitt kommen sie dadurch auf 63 Prozent ihres letzten Einkommens und liegen damit knapp über der empfohlenen Mindestrente.
 
Für den Vorsorgeatlas hatte die Uni Freiburg im Auftrag von Union Investment untersucht, wie viel Geld die Deutschen in allen drei Vorsorgeschichten ansparen. Dazu gehören neben der gesetzlichen Rente (erste Schicht) die staatlich geförderten Vorsorgeformen Riester-Rente und betriebliche Altersversorgung (zweite Schicht) sowie privates Geld- und Immobilienvermögen (dritte Schicht).

Die erste Schicht alleine reicht nicht – außer bei Beamten

„Wer mit allen drei Schichten vorsorgt, ist im Durchschnitt im Alter gut versorgt. Dafür ist jedoch mehr denn je Eigenverantwortung gefordert. Es reicht definitiv nicht, sich auf die erste Schicht und damit in erster Linie auf die gesetzliche Rente zu verlassen“, erläuterte Studienleiter Bernd Raffelhüschen vom Forschungszentrum Generationenverträge der Uni Freiburg.
 
Eine Ausnahme stellten lediglich Beamte dar. Diese seien im Schnitt durch ihre Pensionsansprüche ausreichend versorgt.
 
Laut Union Investment haben 42 Prozent der Förderberechtigten derzeit eine Riester-Rente. Sie können ihre gesetzliche Rente damit im Schnitt um 14 Prozent des letzten Bruttoeinkommens aufstocken. Die Riester-Rente erfülle ihre sozialpolitische Aufgabe. Besonders Niedrigverdiener würden überproportional gefördert, bei Frauen sei die Aufstockung der Rente um 16 Prozent des letzten Einkommens sogar deutlich höher als bei den Männern (neun Prozent).

Gutverdiener müssen zusätzlich privat sparen

Gutverdiener müssen zusätzlich über die dritte Schicht vorsorgen, um ihren hohen Lebensstandard auch als Rentner halten zu können. Wer über alle drei Schichten vorsorgt, erreicht im Schnitt eine Versorgung von 80 Prozent des letzten Einkommens.
 
Union Investment mahnt Reformen an, um die gesetzliche Rente zukunftsfähig zu machen. Ein Rentenniveau von 48 Prozent könne bei einer Deckelung der Beiträge auf 20 Prozent nicht über das Jahr 2025 erhalten bleiben.

Union Investment: Riester nicht abschaffen

Die Fondsgesellschaft warnte davor, die staatlich geförderte Riester-Rente abzuschaffen. Das wäre die falsche Botschaft an all diejenigen, die damit bereits vorsorgen würden, sagte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. Zudem könnte es die Alterssicherung der Riester-Sparer gefährden, wenn diese ihre Verträge beitragsfrei stellen würden.

Weitere Nachrichten zum Thema Rentenversicherung