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Rente: Die Altersvorsorge der Deutschen leidet unter Corona

München, 21.1.2021 | 14:30 | mst

Die Corona-Krise mit Kurzarbeit und Stellenabbau hat offenbar Auswirkungen auf die Altersvorsorge der Deutschen. Weniger Bürger haben ausreichend für die Rente vorgesorgt – und die Bereitschaft, daran etwas zu ändern, ist sprunghaft gesunken.

Junge Angestellte steht mit Maske im GroßraumbüroDie Corona-Pandemie wirkt sich offenbar auch auf die Altersvorsorge der Deutschen aus.
Unter der Corona-Krise leidet offenbar die Altersvorsorge der Deutschen. Darauf deutet der aktuelle Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hin.
 
Demnach ist der Anteil der Bundesbürger, die ihre Altersvorsorge für nicht ausreichend halten, mit rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich geblieben. Gleichzeitig hat jedoch die Bereitschaft, daran etwas zu ändern, deutlich abgenommen.
 
Weniger als jeder Dritte (28 Prozent) ist noch der Meinung, ausreichend für seine Rente vorgesorgt zu haben. Dieser Wert ist seit 2017 (36 Prozent) kontinuierlich gesunken.

Jeder Zweite unternimmt nichts gegen zu geringe Vorsorge

47 Prozent der Befragten gaben im Dezember an, nicht ausreichend für das Alter vorgesorgt zu haben, und daran in den nächsten zwölf Monaten nichts ändern zu wollen oder zu können. Im Jahr 2019 lag dieser Anteil noch bei 39 Prozent.
 
Gleichzeitig sank der Anteil der Befragten, die in den nächsten zwölf Monaten etwas gegen ihre zu geringe Vorsorge unternehmen wollen. 2019 sagte dies rund jeder Dritte (32 Prozent), im vergangenen Dezember nur noch jeder Vierte (25 Prozent).

Geringe Vorsorgebereitschaft wahrscheinlich wegen Corona

„Zwar wurden in der Erhebung nicht die Gründe erfragt, warum trotz Bedenken nichts zur Verbesserung der finanziellen Situation im Alter unternommen wird, aber der markante Anstieg 2020 lässt auf außerordentliche Einflüsse schließen. Diese sind wahrscheinlich in den Belastungen durch die Pandemie zu suchen“, kommentierte der Sprecher des DIA, Klaus Morgenstern, die Ergebnisse.
 
Immer mehr Bürger rechneten damit, dass im Alter das Geld wohl nicht reichen werde. Aber sie könnten oder wollten keine Abhilfe schaffen, sagte Morgenstern.

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