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Rentenversicherung: Die Angst vor der Rente reicht nicht fürs Sparen

München, 16.7.2020 | 11:24 | mst

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Deutsche fürchten, aus Geldmangel im Alter noch arbeiten zu müssen. Die eigene Altersvorsorge nehmen sie jedoch nur zögerlich in Angriff.

Ältere Angestellte mit Tablet im GroßraumbüroJeder Zweite geht davon aus, auch im Rentenalter noch arbeiten zu müssen.
Mehr als die Hälfte der Deutschen im erwerbsfähigen Alter geht davon aus, im Rentenalter Abstriche machen zu müssen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts YouGov im Auftrag von Clark.
 
Demnach sind besonders die 35- bis 44-jährigen Deutschen pessimistisch: Jeder Zweite befürchtet, auch im Rentenalter noch arbeiten zu müssen. Jeder vierte Befragte geht sogar davon aus, dass das deutsche Rentensystem zusammenbrechen könnte. Vor allem die Jüngeren sehen für das gesetzliche Rentensystem schwarz, bei den über 55-Jährigen gehen 56 Prozent davon aus, ihre Rente zu erhalten.

Jeder Fünfte hat sich mit Altersvorsorge noch nicht beschäftigt

Trotz der Befürchtungen gibt jeder Fünfte an, sich um das Thema Altersvorsorge noch nicht gekümmert zu haben. Genauso viele haben immerhin eine betriebliche Altersversorgung über die Firma. Ein Drittel hat eine private Rentenversicherung abgeschlossen, nur 18 Prozent eine Riester-Rente.
 
Rund ein Drittel der 18-44 Jährigen wollen vor allem auf Immobilien für die eigene Altersvorsorge setzen. Spekulative Kryptowährungen verfangen hingegen nicht, nur zwei Prozent halten Bitcoins für eine geeignete Anlage für das Alter.

Unterschiede zwischen Männer und Frauen

Die Umfrage zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So können 40 Prozent der Frauen keine Aussage darüber treffen, wie sich Rentenlücken am besten schließen lassen. Bei den Männern sind dies nur 28 Prozent.
 
39 Prozent der Frauen gehen davon aus, dass sie im Rentenalter weiterarbeiten müssen (Männer: 29 Prozent). Frauen setzen bei der Altersvorsorge außerdem öfter auf konservative Anlagestrategien. Nur halb so viele Frauen wie Männer legen ihr Geld in Aktien, fondsgebundenen Rentenversicherungen oder börsengehandelten Indexfonds (ETFs) an.

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