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Rentenversicherung: DIA fordert Politik zu Rentenreformen auf

München, 3.11.2020 | 16:50 | mst

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge mahnt die Politik, geplante Rentenreformen anzugehen. Vor allem die Absicherung von Selbstständigen sowie eine Reform der Riester-Rente müssten umgesetzt werden.
 

Seniorin entnimmt Geldscheine aus einem SparstrumpfSparstrumpf für die Rente: Das DIA mahnt Reformen bei der Rentenversicherung an.
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) fordert die Politik dazu auf, trotz der Corona-Krise die geplanten Rentenreformen nicht zu vernachlässigen. Der Koalitionsvertrag enthalte einige Punkte, die bislang noch nicht umgesetzt seien, erklärte das Institut in einer aktuellen Stellungnahme.
 
So gebe es noch keinen Vorschlag zum Schutz von Selbstständigen, die nicht über ein berufsständisches Versorgungswerk abgesichert sind. Laut Koalitionsvertrag soll für sie künftig eine Versicherungspflicht gelten – entweder über die gesetzliche Rentenversicherung oder eine private, insolvenzgesicherte Altersvorsorge. Hier liege immer noch kein Gesetzentwurf vor, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für das erste Halbjahr 2020 angekündigt habe.

Auch bei der Riester-Rente drängt die Zeit

Bei der Reform der Riester-Rente dränge ebenfalls die Zeit, so das DIA. „Bis Dezember spätestens sollte ein Gesetzentwurf dazu vorliegen. Der Gesetzgeber muss ihn dann ohne Verzögerung im Frühjahr 2021 verabschieden. So gelingt die Reform noch in der laufenden Legislaturperiode“, sagte Klaus Morgenstern, Sprecher des DIA.
 
Daneben steht laut DIA eine Nachbesserung bei der Flexi-Rente aus, um ein Arbeiten über das gesetzliche Rentenalter hinaus attraktiver zu machen. Zudem sollte ein Fonds eingerichtet werden, der Härtefälle bei der vollzogenen Überleitung von Ostrenten nach altem DDR-Recht abfedert.

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