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IVFP: Rürup-Rente auch für Gutverdiener, Frauen und Generation 50plus

München, 20.4.2020 | 14:48 | mst

Die Rürup-Rente ist vor allem als Vorsorgeform für Selbstständige gedacht. Aber auch andere Gruppen können von der steuerlichen Förderung profitieren. Darauf weist das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hin.
 

Älteres Paar vor Gebäuden in der StadtEine Rürup-Rente kann auch für die Generation 50plus durchaus lohnend sein.
Laut dem Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) eignet sich die Basisrente nicht nur für Selbstständige. Die Basisrente – häufig als Rürup-Rente bezeichnet – sei vielmehr auch für gutverdienende Arbeitnehmer, Frauen sowie die Generation 50plus ein ideales Instrument der Altersvorsorge.
 
Für das IVFP hat die Basisrente gegenüber der betriebliche Altersversorgung (bAV) und Riester-Rente drei Vorteile.

IVFP: Steuerlich geförderte Höchstsumme von rund 25.000 Euro

So sei die staatlich geförderte Höchstsumme mit aktuell 25.046 Euro jährlich (für Verheiratete: 50.092 Euro) deutlich höher als bei einer bAV oder Riester-Rente. Zudem könne auf eine Beitragsgarantie zum Rentenbeginn verzichtet werden. Das verbessere die Chance auf eine höhere Rendite bei fondsgebundenen Lösungen, bei denen die Beiträge am Aktienmarkt investiert werden.
 
Zudem steht die Basisrente jedem offen. Damit könnte ein Paar etwa einen Vertrag für den Partner eines Gutverdieners abschließen, um dessen Rentenlücke zu schließen.

Beiträge senken die Einkommenssteuer

Die Beiträge zu einer Basisrente kann man bei der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. Sie senken damit die zu zahlende Einkommenssteuer. Dafür ist die spätere Rente voll zu versteuern. Da der persönliche Steuersatz als Rentner in der Regel niedriger ist als während der Ansparphase, ist dies laut IVFP meist ein gutes Geschäft.
 
Für ein Ehepaar der Generation 50plus, das zehn Jahre lang jeweils 12.000 Euro jährlich in eine Basisrente einzahlt, ermittelt das Institut eine Rendite von 3,9 Prozent – nach Förderung, Kosten und Steuern. Um das gleiche Ergebnis zu erzielen, müsste ein ungefördertes Produkt demnach eine Rendite von 5,5 Prozent vor Steuern abwerfen.

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