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Höhere Gebühren Kreditkarten werden teurer, aber auch praktischer

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Nicht nur Girokonten wurden 2016 teurer. Auch für viele Kreditkarten verlangen die Banken heute mehr Geld als noch vor einem Jahr. Ein Grund dafür ist eine neue EU-Richtlinie. Gerade Nutzer einer günstigen Kreditkarte können davon allerdings auch profitieren.
Kreditkarten

Bei der Wahl der richtigen Kreditkarte können ganz unterschiedliche Gebühren eine Rolle spielen.

An der Kasse mit Kreditkarte zu zahlen ist wirklich einfach – PIN oder Unterschrift, fertig. Was viele Kunden nicht wissen: Für jede Zahlung muss die Bank des Händlers ein sogenanntes Interbankenentgelt an die Bank des Kunden zahlen. Bis Dezember 2015 waren hierfür Summen in Höhe von deutlich über einem Prozent des Umsatzes keine Seltenheit. Seither hat die EU das Entgelt auf maximal 0,3 Prozent begrenzt. Für viele Verbraucher hat das zur Folge, dass sie für ihre Kreditkarte mehr bezahlen müssen.

„Wir mussten neu kalkulieren, weil uns Einnahmen verloren gehen“, ließ sich Franz-Gerd Brökel von der Sparkasse Höxter in Westfalen in diesem Zusammenhang von der Welt zitieren. Die Sparkasse ist eine von zahlreichen Banken, die die entgangenen Kreditkarten-Einnahmen mittlerweile als zusätzliche Kosten an ihre Kunden weitergereicht hat.

Größere Akzeptanz im Einzelhandel

Die Richtlinie brachte für Verbraucher allerdings längst nicht nur Nachteile. Schließlich wurden die Zahlungen mit der Regulierung für die Händler günstiger. Inwiefern sie diese Einsparungen ebenfalls an die Kunden weiterreichen, ist zwar unklar. Doch profitieren die Kreditkartennutzer bereits durch die gestiegene Akzeptanz ihres Zahlungsmittels.

Nach Bekanntwerden der neuen Richtlinie führten Ketten wie Media Saturn und Discounter wie Aldi und Lidl Kreditkartenzahlungen ein. Das hat sogar noch einen weiteren Vorteil. Denn an vielen Supermarktkassen kann mit einer entsprechenden Kreditkarte bereits kontaktlos bezahlt werden. Bei kleineren Beträgen bis 25 Euro ist dafür oft noch nicht einmal mehr eine Unterschrift oder PIN-Eingabe erforderlich. Von solchen Angeboten profitieren natürlich vor allem Kunden, deren Kreditkarten nicht gleichzeitig auch teurer werden.

Kosten für Kreditkarten steigen auf breiter Front

Bei den Kosten für Kreditkarten können die Banken an vielen Stellschrauben drehen. Einige Gebührenerhöhungen sind dabei auf den ersten Blick gar nicht ersichtlich. Hebt die Bank zum Beispiel die Umsatzgrenze für die Kostenfreiheit an, kann das bedeuten, dass Kunden für eine vormals kostenlose Kreditkarte künftig zahlen müssen. Allerdings sind auch die Jahresgebühren bei vielen Kreditkarten gestiegen.

So hat zum Beispiel die Commerzbank ihre Kreditkarten zuletzt merklich verteuert. Sowohl die Classic- als auch die Prepaid-Kreditkarte wurden um fünf beziehungsweise zehn Euro teurer und kosten damit nun jeweils 39,90 Euro im Jahr. Auch die Goldkarte kostet jetzt pro Jahr zehn Euro mehr.

Ebenfalls gestiegen sind die Kosten für sogenannte Teilzahlungskreditkarten. So hat Barclaycard die Zinsen für alle Kartenmodelle bei Ratenzahlungen auf einen Zinssatz von 18,38 Prozent vereinheitlicht. Gerade bei Premium-Kreditkarten wie der Platinum oder der Gold Visa lagen die Zinsen zuvor deutlich niedriger.

Selbst Karten von Direktbanken sind von den Kostensteigerungen nicht ausgenommen. Die 1822direkt erhöhte zum Beispiel die Jahresgebühren für ihre Standard-Kreditkarte dieses Jahr von 25,00 auf 29,90 Euro. Kunden, die mit der Karte einen Umsatz von 4.000 Euro im Jahr haben, sind von der Gebühr ausgenommen. Zuvor lag die Grenze bei 2.000 Euro. Zusätzlich wurde das Auslandseinsatzentgelt von 1,50 auf 1,75 Prozent angehoben.

Diese Kosten sollten Sie bei Ihrer Kreditkarte im Blick behalten

Kreditkarten gibt es oft optional zum Girokonto dazu. Hier empfiehlt es sich aber, nur zuzuschlagen, wenn die Karte kostenfrei ist oder Zusatzfunktionen enthält, die ihren Preis auch wert sind. Kunden, die bereits eine Kreditkarte haben, sind in jedem Fall gut beraten, ihre Konditionen mit denen anderer Banken zu vergleichen.

Auch wer sich aktuell über gestiegene Bankgebühren ärgert, vor dem Kontowechsel aber noch zurückschreckt, könnte immerhin schon einen ersten Schritt tun und den Anbieter der Kreditkarte wechseln. Wie viel eine Kreditkarte im Endeffekt aber tatsächlich kostet, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Auf diese sollten Sie achten:

Jahresgebühr
Die Jahresgebühr ist der offensichtlichste Kostenpunkt einer Kreditkarte. In einigen Fällen ist die Kostenfreiheit allerdings an zusätzliche Bedingungen gekoppelt, wie zum Beispiel einen Mindestumsatz. Teurere Kreditkarten enthalten in der Regel Zusatzfunktionen wie Rabatte oder Reiseversicherungen und rechtfertigen damit die höheren Gebühren.

Abheben am Automaten
Bei einigen Kreditkarten kostet das Abheben am Automaten zusätzlich. Oft wird dabei eine Mindestgebühr verlangt, die bei jeder Abhebung fällig wird. Bei Beträgen, die darüber hinausgehen, sind Gebühren in Höhe von drei bis vier Prozent des abgehobenen Betrags üblich.

Zahlung in Fremdwährungen
Kreditkartenbesitzer, die häufig im Ausland unterwegs sind, sollten eventuelle Auslandseinsatzentgelte ihrer Karte im Blick haben, die häufig für bargeldlose Zahlungen berechnet werden. Bei einer bargeldlosen Zahlung außerhalb der Eurozone können darüber hinaus auch Fremdwährungsgebühren anfallen.

Sonderleistungen
Für neue Kreditkarten wird oft auch eine einmalige Aktivierungsgebühr verlangt. Hin und wieder kommt es außerdem noch vor, dass Banken bei Verlust der Karte Geld für den Ersatz verlangen. Solche Klauseln in den Preisverzeichnissen wurden aber für ungültig erklärt. Betroffene können ihr Geld zurückfordern. Einige spezielle Kreditkartentypen können außerdem noch an die Nutzung gekoppelte Kosten verursachen. Das gilt zum Beispiel, wenn das Aufladen einer Prepaid-Kreditkarte selbst kostenpflichtig ist oder für Zinszahlungen, die bei Teilzahlungskreditkarten anfallen.
 

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