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Wichtig und doch unbekannt Was Sie über den Effektivzins wissen sollten

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Der effektive Jahreszins ist der entscheidende Zinssatz eines jeden Kredites. Und doch wissen nur die Wenigsten über ihn Bescheid. Wie sieht es mit Ihnen aus?
Effektivzins

Wer sich Geld bei der Bank leiht, sollte ihn kennen: den Effektivzins.

Ob Ratenkredit oder Immobilienfinanzierung: Wer sich Geld von der Bank leiht, der wird früher oder später über den Begriff „Effektivzins“ stolpern. Obwohl er die wichtigste Kennzahl bei jeder Darlehensaufnahme ist, verstehen diesen Zinssatz nur die Wenigsten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale Bremen.

Mehr als 1.000 Personen ab 18 Jahren hat die Forschungsgruppe befragt. Von ihnen gaben gut zwei Drittel an, zumindest schon einmal vom Effektivzins gehört zu haben. Mit drei Aussagen über diesen Zinssatz konfrontiert, die als richtig oder falsch zu bewerten waren, lag aber nur jeder Fünfte dieser zwei Drittel in allen Punkten richtig – unter allen Umfrageteilnehmern kennt sich damit sogar nur jeder Siebte gut mit dem Effektivzins aus. Für die Verbraucherschützer besonders bedenklich: Von dem Drittel der Befragten, denen der Effektivzins gar kein Begriff war, hat jeder Vierte schon einmal ein Darlehen aufgenommen.


Hätten Sie es gewusst?

Bevor Sie weiterlesen, finden Sie doch zunächst heraus, wie es um Ihr Wissen über den Effektivzins bestellt ist – hätten Sie gewusst, welche der folgenden Aussagen aus der Forsa-Umfrage richtig und welche falsch sind?

„Der Effektivzins ist in der Regel niedriger als der Sollzins.“

„Mit dem Effektivzins lässt sich der Preis verschiedener Kreditangebote am besten
miteinander vergleichen.“

„Kreditnebenkosten sind nur im Effektivzins enthalten, nicht im Sollzins.“

Wie gut kennen Sie sich mit Krediten aus?

Was sind eigentlich Sondertilgungen? Wann lohnt sich eine Umschuldung? Warum sind Autokredite in der Regel günstiger als normale Ratenkredite mit freier Verwendung? Testen Sie Ihr Kreditwissen in unserem Kreditquiz.


Effektivzins = Sollzins + Nebenkosten

In Kreditverträgen wird der Effektivzins, auch Effektivzinssatz oder effektiver Jahreszins, in der Regel als „Gesamtkosten ausgedrückt als jährlicher Prozentsatz des Gesamtkreditbetrags“ definiert. Am einfachsten lässt sich der Effektivzins aber durch einen direkten Vergleich mit dem Sollzins, auch Nominalzins, verstehen.

Der Sollzins bezeichnet die reinen Zinskosten, die bei einer Finanzierung auf einen Kreditnehmer zukommen. Anders formuliert ist der Sollzins die Gebühr, die die Bank für die Kreditaufnahme als solche veranschlagt.

Bei einem Kredit können aber weitere Leistungen hinzukommen – und damit auch weitere Kosten. Solche Nebenkosten sind im Sollzins nicht enthalten, sehr wohl aber im effektiven Jahreszins. Dazu zählen bei Ratenkrediten etwa Gebühren für bestimmte Zahlungsarten, aber auch die Kosten einer von der Bank möglicherweise geforderten Restschuldversicherung.

Auch das Disagio – also der Auszahlungskurs –, das sich vor allem bei Baufinanzierungen findet, kann sich auf die Gesamtkosten auswirken. Gleiches gilt für die Tilgungsverrechnung. Zahlt der Darlehensnehmer seinen Baukredit beispielsweise in monatlichen Raten an die Bank zurück, zieht das Geldhaus diese Tilgungen aber nur halbjährlich von der Restschuld ab, zahlt der Kunde vorerst weiter Zinsen für einen Betrag, den er bereits getilgt hat – Zinsaufwendungen, die im Sollzins nicht berücksichtigt werden, im effektiven Jahreszins aber schon.

Aussage 3 – „Kreditnebenkosten sind nur im Effektivzins enthalten, nicht im Sollzins.“ – ist also richtig. Da der effektive Jahreszins aber nicht nur die Nebenkosten, sondern auch den Sollzins beinhaltet, ist er praktisch immer höher. Aussage 1 – „Der Effektivzins ist in der Regel niedriger als der Sollzins.“ – ist demnach falsch.

Nicht alle Nebenkosten sind im Effektivzins enthalten

Der effektive Jahreszins deckt allerdings nicht alle Kosten ab, die auf den Darlehensnehmer zukommen können. Eine Restschuldversicherung, die ein Kunde freiwillig abschließt und nicht, weil sie für den Erhalt des Darlehens oder bestimmter Konditionen bindend ist, muss von der Bank nicht bei der Berechnung des Effektivzinses berücksichtigt werden. Auch Kosten, die bei der Rückzahlung eines Ratenkredites entstehen können – etwa für Ratenpausen, Sondertilgungen oder eine vorzeitige Gesamttilgung – sind im effektiven Jahreszinssatz nicht eingerechnet.

Bei einer Baufinanzierung sind zudem Schätzkosten, also Gebühren für die Wertermittlung einer Immobilie, nicht im Effektivzins inbegriffen. Ebenso wenig werden Bereitstellungszinsen und Teilauszahlungszuschläge eingerechnet, die dann anfallen, wenn der Bauherr oder Immobilienkäufer das Darlehen nicht in einem Betrag, sondern zum Beispiel je nach Baufortschritt Stück für Stück in Anspruch nimmt.

Darum ist der Effektivzins so wichtig

Doch auch, wenn der Effektivzins nicht alle Kosten abdeckt, ist er in jedem Fall deutlich aussagekräftiger als der Sollzins und damit besser für einen Vergleich verschiedener Darlehen geeignet. So kann es vorkommen, dass zwei Angebote mit gleichem Sollzins – die also augenscheinlich zunächst gleich günstig oder gleich teuer sind – am Ende wegen der Nebenkosten unterschiedlich viel kosten. Mitunter kann ein Darlehen, das zu einem höheren Sollzinssatz vergeben wird, unterm Strich sogar günstiger sein als eines mit einem niedrigeren Sollzins.

„Mit dem Effektivzins lässt sich der Preis verschiedener Kreditangebote am besten miteinander vergleichen.“: Aussage 2 im Test ist demnach richtig.

Effektivzins gehört zu den Standard-Kreditinformationen

Um sich ein Bild von den Gesamtkosten einer Finanzierung zu verschaffen, müssen Kreditnehmer den Effektivzins aber nicht erst mühselig selbst berechnen. Banken sind nämlich per Gesetz dazu verpflichtet, in ihren Kreditangeboten sowohl den Sollzinssatz als auch den effektiven Jahreszinssatz auszuweisen. Das schreibt die Preisangabenverordnung für Verbraucherdarlehen vor (PAngV § 6a). 

Effektivzinsvergleich leichtgemacht

Im CHECK24 Kreditvergleich können Sie die effektiven Jahreszinssätze verschiedener Banken schnell und einfach gegenüberstellen. Hier werden die Angebote standardmäßig nach dem Effektivzins sortiert – das günstigste findet sich also an erster, das teuerste an letzter Stelle.

Wichtig: Unter den Angeboten finden sich auch solche mit bonitätsabhängiger Verzinsung. Hier legt die Bank erst dann den Zinssatz fest, wenn sie sich ein Bild von der Bonität und den Einkommensverhältnissen ihres potentiellen Kunden gemacht hat. Der sogenannte Zweidrittelzins vermittelt jedoch schon vor Einholung eines individuellen Angebotes einen Eindruck davon, zu welchem effektiven Jahreszins ein Kreditnehmer das Darlehen erhalten könnte. Dieser Zinssatz gibt an, wie viel ein Kredit für mindestens zwei Drittel der Kreditnehmer höchstens kostet.


Weiterführende Informationen zum Effektivzins

Wer noch mehr über den effektiven Jahreszins, die darin enthaltenen Kosten sowie seine Berechnung erfahren will, der findet in diesem Lexikonbeitrag alle wichtigen Informationen.


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