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Händler oder Bank? Das sollten Verbraucher bei der Konsumfinanzierung bedenken

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Sechs von zehn Verbrauchern in Deutschland haben sich in den vergangenen zwölf Monaten etwas Teures gegönnt – und nicht selten auf Raten finanziert. Doch Finanzierung ist nicht gleich Finanzierung. Vor allem im Handel sollten Verbraucher mit Bedacht vorgehen.
Paar Laden Fernseher

Den neuen Fernseher direkt im Laden finanzieren? Das ist nicht unbedingt die beste Lösung.

Schaufensterbummel: Den Fernseher gibt es gerade zum günstigen Sonderangebotspreis. Schnell zuschlagen und einfach direkt über den Händler finanzieren? Eine Option – aber nicht immer die beste. Das gilt nicht nur für Spontankäufe im Elektrofachmarkt, sondern auch für den Autokauf oder die Anschaffung neuer Möbel.

Statt zur erstbesten Finanzierung zu greifen, sind Verbraucher besser damit beraten, die Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten und sich dabei auch über Ratenkredite von händlerunabhängigen Banken zu informieren.

Was sich die Deutschen leisten und wann sie finanzieren

Sechzig Prozent der Bundesbürger haben sich seit dem Sommer 2015 eine teure Anschaffung geleistet. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Konsumkredit-Index, den die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bankenfachverbandes erstellt hat.*

Anschaffungen und Finanzierungen in den letzten zwölf Monaten
Anschaffungen
(% der Befragten)
Finanzierungen
(% der Anschaffungen)
Anschaffungen geplant
(% der Befragten)
Größerer Urlaub 24 % 2 % 23 %
Unterhaltungselektronik 18 % 11 % 12 %
Möbel, Küche 15 % 15 % 13 %
Haushaltsgroßgeräte 15 % 16 % 8 %
Renovierung, Umzug 14 % 11 % 14 %
Gebrauchtwagen 10 % 36 % 7 %
Neuwagen 7 % 52 % 6 %
Quelle: Konsumkredit-Index der GfK im Auftrag des Bankenfachverbandes, Stand: 22.08.2016

Nicht immer reichte das eigene Budget, um den Kaufpreis direkt in einer Summe aufzubringen. Vor allem Neu- und Gebrauchtwagen, aber auch Haushaltsgroßgeräte, Einrichtungsgegenstände und Unterhaltungselektronik haben viele deutsche Verbraucher daher zumindest anteilig über einen Kredit finanziert und mussten sich vor allem eine Frage stellen: Nehmen sie den Kredit beim Händler oder Reiseanbieter auf oder sehen sie sich doch lieber bei verschiedenen Banken nach einem günstigen Kredit um? Überhaupt: Welche von beiden Optionen ist die bessere?

Am häufigsten über einen Kredit finanziert: das Auto

Für keine andere Anschaffung nehmen Verbraucher in Deutschland häufiger einen Kredit auf als für das Auto. So wurde gut die Hälfte aller in den letzten zwölf Monaten gekauften Neuwagen ganz oder teilweise auf Raten finanziert. Bei den Gebrauchtwagen trifft das noch auf etwa jeden dritten zu.

Im Handel erhalten Käufer oftmals Kreditangebote zu günstigen Zinsen – laut Stiftung Warentest sind solche Händlerfinanzierungen aktuell schon ab null Prozent möglich. Dennoch sollten sich Autokäufer nicht vorschnell für eine solche entscheiden, denn

… Händlerfinanzierungen sind häufig an bestimmte Modelle gebunden.
… Autobanken finanzieren oft nur über verhältnismäßig kurze Laufzeiten.
… Händler kommen Käufern oft entgegen, wenn diese den Kaufpreis in einem Betrag begleichen.

Mit dem Autokredit eines externen Kreditinstituts haben Autokäufer nicht nur die freie Modellwahl, sondern können auch eine längere Laufzeit vereinbaren, um die monatlichen Ausgaben gering zu halten. Darüber hinaus treten sie beim Händler als Barzahler auf – das bedeutet, sie zahlen das Auto in einer Summe ab. Mit etwas Verhandlungsgeschick können sie so einen Preisnachlass aushandeln, der ihnen schnell einige Hundert oder Tausend Euro Ersparnis einbringt.

Gern spontan gekauft: Unterhaltungselektronik

Smart-TV, Tablet, Spielekonsole: Fast jeder fünfte Deutsche hat sich in den letzten zwölf Monaten neue Unterhaltungselektronik zugelegt. Tatsächlich geplant haben diesen Kauf aber nur zwei Drittel aller Käufer. Gerade im Elektronikmarkt schlagen Verbraucher gern spontan zu. Das ist nicht unbedingt empfehlenswert – erst recht nicht, wenn auch die Finanzierung eine spontane Entscheidung wird. Denn so verlockend und scheinbar günstig die Kreditangebote im Handel auch sein mögen – häufig sind sie an Zusatzprodukte wie gebührenpflichtige Kreditkarten oder auch Geräteversicherungen gekoppelt, die den Einkauf am Ende deutlich verteuern.

Doch was, wenn die Anschaffung besonders dringend ist? Das ist gerade bei Haushaltsgroßgeräten oft der Fall, die Verbraucher meist erst dann neu kaufen, wenn das Altgerät schon den Geist aufgegeben hat. Werden Waschmaschine oder Kühlschrank schnell benötigt und reichen die Rücklagen für den Kauf eines Neugeräts nicht aus, kommt eine Händlerfinanzierung durchaus infrage – aber nicht, ohne zuvor das Kleingedruckte zu lesen. Alternativ können Verbraucher aber auch bei dringenden Angelegenheiten auf einen Ratenkredit zurückgreifen. Sogenannte Sofortkredite werden schon innerhalb weniger Werktage ausgezahlt – oft vergehen zwischen dem Eingang der Unterlagen bei der Bank und der Auszahlung des Kreditbetrages weniger als 48 Stunden.

Schöner Wohnen: Neue Einrichtungsgegenstände

Die Küche hat ihren Dienst längst getan und das Sofa ist auch nicht mehr das bequemste: Eine neue Einrichtung ist von Zeit zu Zeit nötig, geht jedoch schnell ins Geld. Gerade bei hochpreisigen Anschaffungen gilt – wie bei der Autofinanzierung auch: Wer etwas Verhandlungsgeschick beweist, kann mit dem Darlehen eines externen Instituts den Kaufpreis herunterhandeln. Damit kommt der Käufer am Ende oft günstiger weg als mit einer besonders günstigen Händlerfinanzierung.

Kurzer Spaß, lange Rückzahlung: Kredit für den Urlaub

Jeder Vierte hat sich in den vergangenen zwölf Monaten einen größeren Urlaub gegönnt – da kann keine der übrigen Anschaffungen mithalten. Doch was, wenn die eigenen Finanzen keinen größeren Urlaub zulassen? Für Urlauber mit knappem Budget bieten einige Reiseanbieter auch eine Teilzahlung an. Hier ist aber Vorsicht geboten, denn ein Blick auf die Konditionen zeigt, wie teuer eine solche Reisefinanzierung tatsächlich ist. So verlangt ein deutscher Anbieter laut Angaben auf seiner Website effektiv mehr als 11 Prozent Zinsen pro Jahr – das ist nicht nur teurer als ein klassischer Ratenkredit, sondern sogar teurer als ein Dispo.

Wichtig: Wer verreisen will, sollte nicht nur über die Wahl der Finanzierung nachdenken, sondern sich auch überlegen, ob er für den Urlaub tatsächlich einen Kredit aufnehmen möchte. Ganz gleich, ob über den Anbieter oder über eine Bank – eine solche Finanzierung müssen Urlauber noch lange nach ihrer Reise abbezahlen. Stehen dann dringende Anschaffungen ins Haus, fehlt womöglich das Geld, das in die Rückzahlung des Urlaubskredites fließt.

3 Tipps, die Verbraucher bei der Wahl ihrer Finanzierung beherzigen sollten

1) Alternativen prüfen: Anschaffungen direkt über den Händler zu finanzieren, ist zwar eine bequeme Option, aber nicht immer die günstigste. Etwas Zeit zu investieren, um sich auch über Kredite händlerunabhängiger Banken zu informieren, macht sich unterm Strich häufig bezahlt – nicht nur, weil Finanzierungen wie etwa im Falle der Reiseanbieter mit höheren Zinsen verbunden sein können, sondern auch, weil sich mit dem Kredit von der Bank besser verhandeln lässt.

2) Verhandeln: Wer einen Kredit bei einem externen Geldhaus aufnimmt und den Kaufbetrag in einer Summe begleicht, sollte vor allem bei größeren Anschaffungen wie einem Auto oder einer Küche mit dem Verkäufer einen Preisnachlass aushandeln. Bei Neuwagen – so hat die Erfahrung gezeigt – sind Rabatte von zehn bis 15 Prozent des Listenpreises möglich.

3) Aufs Kleingedruckte achten: Fällt die Entscheidung zugunsten der Händlerfinanzierung aus – etwa weil die Anschaffung dringend ist oder weil sie im Endeffekt die günstigeren Zinsen bietet –, gilt es den Vertrag gründlich zu lesen und zu prüfen, ob mit dem Kredit zeitgleich auch weitere – oft unnötige und teure – Produkte abgeschlossen werden.

*Der Konsumkredit-Index der GfK Finanzmarktforschung beruht auf einer im Juli durchgeführten repräsentativen Bevölkerungsbefragung, an der 1.830 Personen bis 75 Jahre teilnahmen. 

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