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Tag des Einbruchschutzes: Tipps für ein sicheres Zuhause

München, 25.10.2015 | 03:00 | mtr

Heute ist Tag des Einbruchschutzes. Da sich fast die Hälfte aller Einbrüche während der dunklen Jahreszeit ereignen, steht der vierte Einbruchsschutztag unter dem Motto: „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“. Das Ziel ist es, alle Bürger zu sensibilisieren und darüber zu informieren, welche Schutzmöglichkeiten für die eigenen vier Wände bestehen. Aus diesem Anlass hat CHECK24 für Sie wichtige Informationen zusammengestellt, damit Sie sich besser gegen Einbrecher und Diebstahl schützen können.

Deutschlandkarte: Anzahl der Wohnungseinbrüche in den einzelnen Bundesländern.Anzahl der Einbrüche pro 100.000 Einwohner. (Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2014)
Im Jahr 2014 registrierte die Polizei 152.123 Einbrüche – im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs um rund 2.600 Fälle. Die Gesamtzahl der Einbrüche beinhaltet auch Einbruchsversuche. Diese sind inzwischen bundesweit auf 41,4 Prozent angestiegen. Mehr als ein Drittel aller Einbrecher mussten Ihren Einbruch abbrechen. Das sei vor allem auf sicherungstechnische Maßnahmen zurückzuführen, sagen die Einbruchsexperten der Polizei.

Auch wenn die Polizeistatistik belegt, dass bevorzugt in Wohnungen oder Häusern mit leicht zugänglichen Fenstern und Türen eingebrochen wird, sollte jeder Mieter oder Eigentümer Einbruchschutzmaßnahmen ergreifen. Der Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Gerhard Klotter, ist überzeugt:

„Ein sicherheitsbewusstes Verhalten und bereits einfache technische Maßnahmen sind die Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz“.

Egal, ob Sie auf dem Land in einem Einfamilienhaus oder im 6. Stockwerk eines Miethauses in der Stadt wohnen: Geben Sie Einbrechern keine Chance!

Entwicklung von Wohnungseinbrüchen der letzten Jahre
 

Technische Einbruchschutzmaßnahmen

Um sich effektiv gegen Einbrecher zu schützen, haben wir für Sie einige technische Sicherheitsvorkehrungen und allgemeine Sicherheitstipps zusammengestellt. Wenn Sie sich ausführlicher informieren möchten, sollten Sie unseren kostenlosen Einbruchschutzratgeber nutzen oder sich an die Beratungsstellen der Polizei wenden.

Sicherung von Türen: Wer die Zugänge zu seinem Heim besser schützen möchte, kann eine einbruchhemmende Tür einbauen lassen. Solche Türen werden in sechs verschiedenen Widerstandsklassen (WK) angeboten. Es gilt: Umso höher die WK einer Tür, desto länger hält sie einem gewaltsamen Aufbruch stand. Die Widerstandszeit einer Tür der Klasse sechs beträgt beispielsweise 20 Minuten. Für den Privatbereich reichen jedoch laut Experten Türen der Klasse zwei oder drei in der Regel aus.

Sicherung der Fenster: Laut den Sicherheitsexperten der polizeilichen Initiative K-einbruch erhalten Sie durch den Einbau von Fenstern ab der Widerstandsklasse zwei einen guten Einbruchschutz. Darauf sollte bei Neu- oder größeren Umbauten geachtet werden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, den Einbruchsschutz von Fenstern nachträglich zu verbessern. Hierfür bietet der Handel diverse Nachrüstmöglichkeiten an, zum Beispiel einbruchhemmende Fensterbeschläge, abschließbare Fenstergriffe, Spezialverglasungen, Sicherheitsfolien sowie einbruchhemmende Vergitterungen von Fenstern.

Alarmanlagen: Technische Sicherungen, die sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, stehen beim Einbruchschutz an erster Stelle. Diese Präventivmaßnahmen können einen Einbrecher dazu zwingen, sein Vorhaben abzubrechen. Alarmanlagen hingegen können lediglich melden, dass ein Einbruch stattfindet. Sie verhindern keinen Einbruch, können jedoch abschreckend wirken. Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Arten von Alarmanlagen: Fallenüberwachung und Außenhautüberwachung.

Mit einer Fallenüberwachung können bestimmte Bereiche überwacht werden. Der Alarm wird in der Regel durch Bewegungen ausgelöst. Das bedeutet, der Einbrecher befindet sich bereits in der Wohnung. Bei der Außenhautüberwachung werden vor allem Türen und Fenster auf gewaltsames Öffnen überwacht.

Da es zudem verschiedene Alarmierungsarten gibt (zum Beispiel Extern-, Fern- und Internalarm), sollten Sie sich im Fachhandel oder bei der Polizei über ein passendes Alarmsystem informieren. Das gilt im Prinzip für jede Form des Einbruchschutzes. Sicherheitsmaßnahmen sind nur dann wirksam, wenn sie fachgerecht hergestellt und montiert sind.
 

Allgemeine Sicherheitstipps und Versicherungsschutz

Bereits kleine Maßnahmen und Verhaltensweisen können das Einbruchrisiko wesentlich senken.

Anwesenheit signalisieren: Ein wirksames Mittel, um Einbrecher abzuschrecken, ist Anwesenheit zu signalisieren. Sie können beispielsweise Zeitschaltuhren einbauen lassen, die während Ihrer Abwesenheit automatisch Lampen ein- und ausschalten sowie Rollläden auf- und zumachen.

Wertsachen: Lassen Sie niemals Wertsachen in Ihrem Zuhause offen herumliegen – dies kann Einbrecher anlocken. Wertvolle Schmuckstücke und Dokumente sollten unbedingt in einem geeigneten Wertschrank aufbewahrt werden. Die Polizei berät Sie hierzu gerne. Wenn Sie einen Wertgegenstand nur selten brauchen, empfiehlt sich ein Bankschließfach.

Fahrzeuge: Nicht nur Ihre vier Wände sollten Sie vor dem Zugriff fremder Personen schützen. Auch Fahrzeuge sollten ausreichend gesichert sein. Beim Auto sollten Sie stets den Zündschlüssel ziehen, das Lenkradschloss einrasten lassen und die Türen absperren. Wertsachen sollten Sie ebenfalls nicht im Auto zurück- oder gar offen liegen lassen. Wenn Ihr Auto eine Alarmanlage hat, vergessen Sie nicht, diese zu aktivieren.

Es gibt auch Lenkradsperren, die deutlich sichtbar sind und abschreckend wirken können. Im Grunde gelten diese Sicherheitshinweise auch für Motorräder. Ihr Fahrrad sollten Sie möglichst immer an einen festen Gegenstand abschließen und am besten an einem hellen Ort, an dem viele Menschen zugange sind. Zudem sollten Sie Ihr Fahrrad polizeilich registrieren lassen und sich ein hochwertiges Schloss zulegen.

Versicherungsschutz: Eine Hausratversicherung deckt unter anderem Einbruchdiebstahl und Vandalismus ab. Wenn Sie also trotz aller Sicherheitsvorkehrungen Opfer eines Einbruchs werden, ersetzt der Versicherer den entstandenen Sachschaden. Auch Wertsachen sind versichert, allerdings hängt die Höhe der Entschädigung vom gewählten Tarif ab beziehungsweise ist stets auf einen bestimmten Maximalwert begrenzt. Ein Schlüsselverlust und damit verbundene Kosten, etwa für den Austausch des Schlosses, kann mit einer privaten Haftpflichtversicherung abgesichert werden.

Sollte bei Ihnen eingebrochen werden, sollten Sie sich wie folgt verhalten:
  1. Melden Sie den Einbruch umgehend der Polizei und Ihrem Versicherer. Wenn EC- oder Kreditkarten gestohlen worden sind, lassen Sie diese umgehend sperren.
  2. Lassen Sie alles unverändert, damit die Polizei wichtige Spuren sichern kann.

Ratgeber zum Thema EinbruchschutzTipp: Wenn Sie weitere Fragen rund um das Thema Einbruchsschutz haben, können Sie unseren kostenlosen PDF-Ratgeber "Einbruchschutz für Haus und Wohnung" herunter laden. Oder kontaktieren Sie die nächste Polizeidienststelle. Dort hilft man Ihnen gerne weiter.
 
 

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