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GDV: Hausratversicherer zahlen Milliarden an Kunden aus

München, 9.9.2015 | 15:09 | kro

Die deutschen Hausratversicherer haben im Jahr 2014 Leistungen in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro erbracht. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Statistischen Taschenbuch 2015 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.
 

Haus in HändenDie Hausrat- und Wohngebäudeversicherer haben ihren Kunden 2014 Milliarden ausbezahlt.
Der Großteil der Leistungen entfiel demnach auf Schäden durch Einbruchdiebstahl (620 Millionen Euro), gefolgt von Feuerschäden (380 Millionen) und Leitungswasserschäden (230 Millionen). Für Sturm- und Hagelschäden am Hausrat haben die Versicherer im vergangenen Jahr 50 Millionen Euro gezahlt, das Schlusslicht bilden Glasschäden (20 Millionen Euro).

Bei der Anzahl der Schäden in der Hausratversicherung zeichnet sich ein ähnliches Bild: Die meisten Schäden entstanden 2014 durch Einbruchdiebstahl (410.000 Fälle), gefolgt von 330.000 Feuerschäden und 190.000 Leitungswasserschäden. Etwas weniger Meldungen gingen für Sturm- und Hagelschäden (100.000) sowie Glasschäden (40.000) ein.
 

Wohngebäudeversicherung zahlt ebenfalls Milliarden

Die deutschen Wohngebäudeversicherer haben 2014 laut GDV Leistungen in Höhe von rund 4,3 Milliarden Euro erbracht – mehr als die Hälfte davon für Schäden durch Leitungswasser (2,3 Milliarden Euro). Für Feuerschäden wurden 880 Millionen Euro geleistet sowie 790 Millionen für Sturm- und Hagelschäden.

Für Elementarschäden haben die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im vergangenen Jahr insgesamt 330 Millionen Euro gezahlt. Ein Schaden kostete im Schnitt rund 4.300 Euro. Eine optional zubuchbare Elementarschadenversicherung ist laut dem aktuellen Statistischen Taschenbuch in 6,2 Millionen Verträgen für die Wohngebäudeversicherung sowie 5,4 Millionen Hausratversicherungsverträgen inbegriffen.

Insgesamt sind die ausbezahlten Versicherungsleistungen im Zeitraum 2008 bis 2014 leicht angestiegen: bei der Hausratversicherung von 1,1 auf 1,4 Milliarden Euro, bei der Wohngebäudeversicherung von 3,7 auf 4,3 Milliarden Euro und in der Elementarversicherung von 80 auf 330 Millionen Euro.
 

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