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Studie: Drei von vier Bankkunden zahlen Kontoführungsgebühr

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Drei von vier Bankkunden zahlen eine Kontoführungsgebühr für ihr Girokonto, im Schnitt sieben Euro monatlich. Mehr als zwei Drittel der zahlenden Kunden sind mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch zufrieden. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Kampmann, Berg & Partner hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.
Geldstapel Münzen Girokonto

Drei von vier Bankkunden zahlen Kontoführungsgebühren, mehr als zwei Drittel von ihnen sind damit aber zufrieden.

Jeder Zweite nimmt der Studie zufolge bewusst eine monatliche Kontoführungsgebühr in Kauf, 26 Prozent kümmern sich nicht um die genaue Höhe der Gebühr. Die Mehrheit der Menschen, die für ihr Konto etwas zahlen, ist mit der Höhe der Kontoführungsgebühren sogar zufrieden. Als Begründung nennt die Untersuchung einen spürbaren Mehrwert, den die Kunden erhalten, etwa in Form von guter Beratung. Neun von zehn Kunden, die mit der letzten Beratung zufrieden waren, sind auch mit dem Preis für ihr Girokonto zufrieden. Stimmt die Beratung hingegen nicht, sinkt die Zufriedenheit mit der Höhe der Kontoführungsgebühren auf weniger als 50 Prozent.

Wer seinen Kunden spürbar mit Rat und Tat zur Seite steht, kann hierfür auch einen Preis verlangen, sagt Dr. Thomas Nitschke, Experte für Produkt- und Preismanagement bei der Unternehmensberatung Kampmann, Berg & Partner.

99 Prozent der Befragten sind eigenen Angaben zufolge zufrieden, wenn sie die volle Kontoleistung für null Euro erhalten. Verbraucher, die nicht genau wissen, wie hoch ihre monatliche Kontoführungsgebühr ist, geben dennoch mehrheitlich an, mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis zufrieden zu sein. Statt einer Zufriedenheitsquote von 99 Prozent wie beim kostenlosen Girokonto liegt die Zufriedenheit bei dieser Gruppe jedoch nur noch bei 81 Prozent.

Datengrundlage der Studie von Kampmann, Berg & Partner war die Befragung von 1.000 Bundesbürger zwischen 18 und 69 Jahren. Die Befragten waren zu 95 Prozent Filialbankkunden und nur zu fünf Prozent Direktbankkunden. Angaben der Unternehmensberatung Kampmann, Berg & Partner zufolge war die Befragung in Bezug auf Geschlecht und Bundesland bevölkerungsrepräsentativ. Personen über 69 Jahre wurden nicht befragt, da die Online-Befragung in dieser engen Zielgruppe möglicherweise zu Verzerrungen geführt hätte, sagte ein Sprecher gegenüber CHECK24.
 

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