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Continentale-Studie: Versicherte zahlen 448 Euro pro Jahr dazu

München, 11.9.2017 | 11:42 | are

Die gesetzlich Krankenversicherten müssen für Gesundheitsleistungen im Schnitt 448 Euro pro Jahr aus eigener Tasche dazuzahlen. Das geht aus einer Studie der Krankenversicherung Continentale hervor. 

Ein Patient reicht seinem Arzt eine Kreditkarte.90 Prozent der Versicherten haben 2016 für medizinische Leistungen selbst gezahlt oder zugezahlt.
In den letzten Jahren ist die Höhe der Zuzahlungen demnach stark angestiegen. 2012 mussten die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen noch rund 344 Euro jährlich aus eigener Tasche bezahlen – das entspricht einem Anstieg um 30 Prozent innerhalb von fünf Jahren.
 
Insgesamt haben neun von zehn Versicherten im letzten Jahr für medizinische Leistungen selbst bezahlt oder zugezahlt. Rund ein Drittel hat Behandlungen wegen der Kosten unterlassen oder verschoben. Davon sind vor allem Geringverdiener betroffen.
 

Der Besuch beim Zahnarzt ist besonders teuer

Besonders oft müssen die Versicherten in der Apotheke Zuzahlungen leisten. Drei von vier Befragten gaben an, hier aus eigener Tasche zu bezahlen – im Durchschnitt 153 Euro jährlich. Besonders viel zahlen die Versicherten beim Zahnarzt dazu. Wer dort etwas selbst gezahlt hat (59 Prozent), kommt durchschnittlich auf 390 Euro pro Jahr. 
 
Beim Heilpraktiker sind die Zuzahlungen mit 290 Euro ebenfalls hoch. Für Physiotherapie und Krankenhausaufenthalte haben die Versicherten im vergangenen Jahr jeweils rund 140 Euro ausgegeben.
 

Vor allem Ältere sind betroffen

Insgesamt sind vor allem ältere Menschen von hohen Zuzahlungen betroffen: Die Befragten ab 60 Jahren gaben an, durchschnittlich 577 Euro pro Jahr aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

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