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Prognose des GKV-Spitzenverbands: 1,8 Prozent Zusatzbeitrag im Jahr 2019

München, 18.7.2016 | 11:48 | mst

Die gesetzliche Krankenversicherung wird in den nächsten Jahren teurer – davon gehen die Krankenkassen aus.

Arzt mit älterem PatientenGesetzlich Versicherte müssen den Zusatzbeitrag derzeit aus eigener Tasche zahlen.
Gesetzlich Versicherte müssen sich auf höhere Krankenkassenbeiträge einstellen. Das sagte Doris Pfeiffer, die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands. Der Zusatzbeitrag werde bis zum Jahr 2019 voraussichtlich auf rund 1,8 Prozent steigen. Denn die Ausgaben der Kassen werden laut Pfeiffer deutlich stärker steigen als ihre Einnahmen.
 
Die gesetzlichen Krankenkassen verlangen aktuell einen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte zahlen. Zudem erheben die Kassen einen individuellen Zusatzbeitrag, den Arbeitnehmer komplett selbst zahlen müssen. Derzeit liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,1 Prozent.
 

DGB: Rückkehr zur paritätischen Finanzierung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte, wieder zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zurückzukehren. „Die einseitige Belastung der Versicherten ist nicht hinnehmbar“, sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied.
 
Künftige Beitragssteigerungen müssten wieder zu gleichen Teilen von Versicherten und Arbeitgebern getragen werden. Zudem sollte der Bundeszuschuss für den Gesundheitsfonds dringend erhöht und verlässlich gestaltet werden.
 

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