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Stress im Job: Immer mehr Arbeitnehmer fehlen wegen Überlastung

München, 7.5.2018 | 11:26 | mst

Überlastung und Erschöpfung: Nach einer aktuellen Auswertung sind Arbeitnehmer in Deutschland immer häufiger deswegen krankgeschrieben. Die Linken fordern von der Regierung eine Anti-Stress-Verordnung.

Angestellte im Büro sitzt gestresst vor ihrem Laptop.Stress am Arbeitsplatz - die Linken fordern eine Anti-Stress-Verordnung, um dagegen vorzugehen.
Deutsche Arbeitnehmer sind immer öfter wegen Überlastung und Erschöpfung krankgeschrieben. Das zeigt eine aktuelle Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt.
 
Danach steigerte sich die Zahl der Krankheitstage wegen Überlastung von 2012 bis 2016 von 19,97 auf 30,53 Millionen – eine Zunahme um mehr als 50 Prozent. Eine einheitliche Diagnose für Überlastung und Erschöpfung gibt es nicht. Für die Auswertung wurden daher vier verschiedene Diagnosen berücksichtigt: schwere Belastungs- und Anpassungsstörungen, neurotische Störungen, Ermüdungen sowie Probleme bei der Lebensbewältigung.
 

Starker Anstieg bei Belastungs- und Anpassungsstörungen

Besonders stark stiegen die Fälle von Belastungs- und Anpassungsstörungen. Hier legte die Zahl der Krankheitstage von 10,5 auf 16,9 Millionen zu.
 
Die Grenze sei damit überschritten, sagte Jutta Krellmann, Sprecherin der Linken für Mitbestimmung und Arbeit. Arbeitgeber und Bundesregierung behandelten die Beschäftigten wie Verschleißteile, sagte Krellmann der Funke-Mediengruppe. Sie forderte die Bundesregierung auf, mithilfe einer Anti-Stress-Verordnung gegen psychische Belastung am Arbeitsplatz vorzugehen.

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