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AOK-Fehlzeitenreport 2017: Lebenskrisen wirken sich negativ auf den Beruf aus

München, 14.9.2017 | 13:39 | are

Eine schwere Krankheit, der Tod eines Angehörigen oder private Konflikte: Die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland war in den letzten fünf Jahren von einer Lebenskrise betroffen. Bei vielen wirkt sich das negativ auf ihren Beruf aus. Das geht aus dem aktuellen Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. 

Arbeitnehmer lehnt verzweifelt an Geländer.Viele Arbeitnehmer in Lebenskrisen melden sich häufiger krank.
Die negativen Folgen einer kritischen Lebenssituation sind nicht nur für die Gesundheit enorm: So haben zwei Drittel der Betroffenen angegeben, dass dadurch auch ihre Berufstätigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurde – etwa durch häufigere Fehlzeiten oder eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit.
 
Die Lebenskrisen ließen sich mit 16 Prozent am häufigsten auf private Konflikte zurückführen. Aber auch die schwere Erkrankung eines Angehörigen (12 Prozent) sowie finanzielle Probleme (11 Prozent) belasten die Arbeitnehmer. Je älter die Berufstätigen werden, desto häufiger sind sie von kritischen Lebensereignissen betroffen.
 

Kritische Lebensereignisse führen meist zu psychischen Problemen

Das hat Folgen: Fast 60 Prozent der Betroffenen klagen über körperliche und 80 Prozent über psychische Probleme. In ihrem Berufsleben fühlen sich dadurch mehr als die Hälfte der Befragten eingeschränkt. Fast jeder Zweite gab an, trotzdem zur Arbeit gegangen zu sein. Mehr als ein Drittel war allerdings unzufrieden in der Arbeit oder meldete sich öfter krank.
 
Gleichzeitig sprechen vier von fünf Betroffenen auch an ihrem Arbeitsplatz über ihre Krise. Gesprächspartner sind zumeist Kollegen, fast jeder Zweite spricht zudem mit seinem Vorgesetzten darüber.
 

Krankenstand bleibt unverändert

Unabhängig von der repräsentativen Befragung von 2.000 Beschäftigten informiert der AOK-Fehlzeitenreport über die Krankheitstage der 12,5 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmer im Jahr 2016. Demnach ist der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr mit 5,3 Prozent gleich geblieben. Jeder Arbeitnehmer hat damit im Durchschnitt 19,4 Tage im Jahr mit einer ärztlichen Krankschreibung gefehlt.
 
In den letzten zehn Jahren sind Fehltage wegen psychischer Erkrankungen laut dem Report um fast 80 Prozent angestiegen. Solche Erkrankungen führen außerdem zu besonders langen Krankschreibungen. Im Schnitt dauern sie 25,7 Tage an – mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt aller Krankschreibungen (11,7 Tage). 

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