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Studie der TK: Stress im Job: Fast jeder Dritte ist ständig erreichbar

München, 12.10.2016 | 17:26 | mst

Fast jeder vierte Deutsche ist häufig gestresst. Berufstätige sind vor allem durch ständige Erreichbarkeit belastet. Das geht aus einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.
 

Gestresster Angestellter am SchreibtischMehr als ein Drittel aller Berufstätigen fühlt sich abgearbeitet und verbraucht.
Die häufigsten Stressfaktoren sind demnach der Job (46 Prozent), hohe Eigenansprüche (43 Prozent) sowie Termindichte in der Freizeit (33 Prozent). 30 Prozent sind zudem vom Straßenverkehr gestresst, 28 Prozent von der ständigen digitalen Erreichbarkeit.
 
Ständige Erreichbarkeit stresst vor allem im Job: Dreißig Prozent der Berufstätigen müssen auch in der Freizeit für den Chef oder die Kollegen ständig erreichbar sein. Von diesen geben die meisten (73 Prozent) an, unter Stress zu leiden. Vierzig Prozent empfinden sogar einen Dauerdruck.
 

Baas: Mit ständiger Erreichbarkeit muss Schluss sein

Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK, sagte, dass den Beschäftigten heutzutage deutlich mehr Flexibilität abverlangt werde. „Wenn aber fast 30 Prozent der Erwerbstätigen sagen, dass sie auch nach Feierabend und im Urlaub erreichbar sein müssen, dann läuft in der Betriebsorganisation etwas falsch“, sagte Baas. Mit der ständigen Erreichbarkeit in den Unternehmen müsse Schluss sein.


Häufiste Stressfaktoren im Job
Die meisten Berufstätigen entspannen mit einem Hobby oder indem sie faulenzen oder Freunde und Familie treffen (jeweils 70 Prozent). Je 60 Prozent gehen als Ausgleich spazieren oder entspannen mit Musik. Nur jeder Zweite treibt als Ausgleich Sport.
 

Büroarbeiter sollten aktiven Ausgleich haben

Knapp ein Drittel der Befragten gab an, bei Computerspielen oder in sozialen Netzwerken zu entspannen. Zumindest für Büroarbeiter, die bereits den Arbeitstag vor dem Bildschirm verbringen würden, sei dies kein guter Ausgleich, sagte TK-Chef Baas.
 
Fast die Hälfte der Berufstätigen (43 Prozent) fühlt sich abgearbeitet und verbraucht. Sogar mehr als ein Drittel der unter 40-Jährigen kennt dieses Gefühl bereits. Jeder Fünfte macht sich zudem Sorgen, sein Arbeitstempo irgendwann nicht mehr durchhalten zu können.

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