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Erreichbarkeit im Job: Wer ständig erreichbar ist, schläft schlechter

München, 25.7.2016 | 18:02 | are

Eine neue Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit zeigt: Wer in seiner Freizeit für den Job erreichbar ist, leidet häufig unter schlechtem Schlaf und mangelnder Erholung. 

Mann am LaptopWer auch in der Freizeit für den Chef erreichbar ist, leidet unter Stress.
Für beinahe jeden vierten Berufstätigen gehört es zum Alltag, nach Feierabend oder an den Wochenenden dienstliche E-Mails zu beantworten oder telefonisch erreichbar zu sein. Doch das kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken – selbst wenn der Beschäftigte dies freiwillig leistet oder als positiv empfindet. Das geht aus einer aktuellen Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) hervor.
 
Laut der Studie leiden Berufstätige, die außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit erreichbar sind, in ihrer Freizeit unter gesundheitlichen Problemen. Sie haben zum Beispiel einen schlechteren Schlaf, kommen häufiger nicht zur Ruhe und können sich gedanklich weniger gut von der Arbeit lösen als Beschäftigte mit klar festgelegter Arbeitszeit. 60 Prozent der betroffenen Arbeitnehmer wünschen sich daher feste gesetzliche oder betriebliche Regelungen zur Erreichbarkeit.
 

Auch Familien leiden unter der Vermischung von Arbeit und Privatleben

Wenn die Freizeit immer wieder durch Arbeitsphasen gestört wird, wirkt sich dies laut iga auch auf die Familien der Betroffenen aus. So wurden nicht nur 125 Berufstätige, sondern auch die Partner befragt.
 
Mehr als zwei Drittel der Lebensgefährten gaben demnach an, durch die Erreichbarkeit ihres Partners beeinträchtigt zu sein. Dies betreffe etwa private Verpflichtungen und die gemeinsame Urlaubsplanung. Fast 70 Prozent der Partner sind sogar der Ansicht, dass Arbeitnehmer in ihrer Freizeit überhaupt nicht erreichbar sein sollten.

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