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Berufsunfähigkeit: Versicherer zahlen fast 3,6 Milliarden Euro aus

München, 18.7.2017 | 12:37 | mst

Die Versicherer melden steigende Zahlen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung: Die ausgezahlten Leistungen erhöhten sich auf knapp 3,6 Milliarden Euro, auch die Zahl der Verträge legte zu.

Mann im Büro vor einem LaptopDie BU-Versicherung zahlt, falls man seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann.
Die deutschen Versicherer haben im vergangenen Jahr rund 3,59 Milliarden Euro für Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt – 4,5 Prozent mehr als im Jahr 2015. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
 
Gleichzeitig legte die Anzahl der abgeschlossenen Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen um rund 5,5 Prozent auf 4,26 Millionen zu. Der laufende Jahresbeitrag stieg auf 3,75 Milliarden Euro (+ 8,5 Prozent). Die versicherte Summe erhöhte sich auf 637,6 Milliarden Euro (+ 7,1 Prozent).
 

Zahl der Zusatzversicherungen geht zurück

Die Zahl der Zusatzversicherungen sank hingegen auf 12,61 Millionen (- 2,3 Prozent), während die Beiträge hier auf 5,28 Milliarden Euro leicht anstiegen (+ 0,9 Prozent). Zusatzversicherungen zahlen bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit meist die Beiträge einer Hauptversicherung – beispielsweise einer privaten Rentenversicherung.
 
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente aus, falls man aus gesundheitlichen Gründen seinen aktuellen Beruf nicht mehr ausüben kann. Ab wann man als berufsunfähig gilt, regeln die Versicherungsbedingungen. Erwerbsunfähigkeitsversicherungen leisten im Fall einer Erwerbsunfähigkeit – wenn der Versicherte in der Regel überhaupt keinen Beruf mehr ausüben kann.

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