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Auswertung des GDV: Versicherte werden im Schnitt mit 47 Jahren berufsunfähig

München, 2.3.2017 | 11:18 | are

Viele Menschen werden berufsunfähig, wenn sie mitten im Berufsleben stehen. Im Schnitt sind die Betroffenen beim Eintritt des Versicherungsfalls erst 47 Jahre alt. Das geht aus einer Auswertung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. 

Gestresste Angestellte vor ihrem LaptopPsychische Erkrankungen sind die Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit - Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer.
Demnach werden betroffene Männer im Schnitt mit 48 Jahren berufsunfähig. Werden Frauen berufsunfähig, tritt der Versicherungsfall sogar zwei Jahre früher ein. Insgesamt liegt das Durchschnittsalter beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit bei 47 Jahren.
 
Die Auswertung des GDV bezieht sich auf die Angaben von Anbietern einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung aus dem Jahr 2015.
 

Am häufigsten ist die Psyche schuld

Die Gründe für eine Berufsunfähigkeit unterscheiden sich zwischen den Geschlechtern. Mit einem Anteil von 30 Prozent sind psychische Probleme mit Abstand der häufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit bei Frauen. Die zweithäufigste Ursache sind Krebserkrankungen mit 22 Prozent.
 
Auch bei den Männern liegen seelische Erkrankungen an erster Stelle. Allerdings werden mit 22 Prozent weitaus weniger Männer als Frauen aus diesem Grund berufsunfähig. Ein etwa gleich großer Anteil (21 Prozent) geht bei den Männern auf Erkrankungen des Bewegungsapparates zurück.
 
Unfälle sind bei beiden Geschlechtern vergleichsweise selten die Ursache einer Berufsunfähigkeit. Allerdings sind Männer mit 11 Prozent fast dreimal so oft wegen eines Unfalls berufsunfähig als Frauen (4 Prozent).

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