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Verkehrsunfälle: Jeder dritte Verkehrstod durch zu hohes Tempo

München, 23.7.2020 | 15:52 | mst

Eine aktuelle Statistik zeigt: Die Zahl der Verkehrstoten ist weiter gesunken. Aber ein Problem bleibt zu schnelles Fahren – es ist für jeden dritten Verkehrstoten verantwortlich.

Dachbalken auf einem Polizeiauto mit Anzeige Bei rund jedem dritten Verkehrstoten war laut Polizei zu hohe Geschwindigkeit die Ursache.
Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts ist rund jeder dritte Verkehrstote im Jahr 2019 bei einem Geschwindigkeitsunfall ums Leben gekommen. Bei solchen Unfällen ist mindestens eines der beteiligten Fahrzeugen mit einer „nicht angepassten“ Geschwindigkeit unterwegs. Dabei muss nicht zwangsläufig die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten werden. Bei besonderen Wetterbedingungen wie Nässe oder Nebel kann bereits diese Geschwindigkeit zu hoch sein.

Im vergangenen Jahr wurden 963 Menschen bei einem Geschwindigkeitsunfall getötet und 53.687 verletzt – 13.769 davon schwer.
 
Die Polizei registrierte im letzten Jahr insgesamt 41.173 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei denen eine nicht angepasste Geschwindigkeit Ursache des Unfalls war. Nur in 2.130 Fällen überschritten die Fahrer dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Zahl der Verkehrstoten insgesamt rückläufig

Insgesamt ist die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2010 und 2019 um 16,5 Prozent auf 3.046 gesunken (2018: 3.265 Tote). Bei den Geschwindigkeitsunfällen ging die Zahl der tödlich Verunglückten um 33,2 Prozent zurück. Trotz allem starb 2019 in Deutschland immer noch alle neun Stunden ein Mensch bei einem Geschwindigkeitsunfall.

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