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Inflation vs. Tagesgeldzinsen Wie Sparer den Wertverlust ihres Geldes eindämmen können

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Die Zinsen sind niedrig, die Inflation hoch: Für deutsche Sparer bedeuten diese zwei Zustände vor allem eines: Wertverlust für ihr Geld. Wir zeigen, wie sie den Verlusten trotzen können.
Der Sparerindex für den Monat Juni 2018.

Der Sparerindex für den Monat Juni erreicht einen neuen Tiefststand.

Die Deutschen sparen wie die Weltmeister. Nach einer Einschätzung der DZ Bank legen private Haushalte in diesem Jahr jeden zehnten Euro zur Seite. Und das Geld landet meist auf dem Girokonto oder Sparbuch, wo es momentan wenig bis gar keine Zinsen gibt. Höhere Rendite erzielen Sparer zum Beispiel mit einem Tagesgeldkonto. Doch selbst dort ist die real erzielte Rendite negativ. Gründe dafür sind die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die hohe Teuerungsrate. Im Juni lag die Inflation in Deutschland bei 2,1 Prozent. Zum Vergleich: das aktuell bestverzinste Tagesgeld, das über CHECK24 erhältlich ist, wirft 0,74 Prozent Zinsen jährlich ab.

Für den Sparerindex von CHECK24 bedeutet dies eine Realrendite von minus 1,36 Prozent. Der Sparerindex errechnet sich aus der Differenz von bestverzinstem Tagesgeld, das über CHECK24 abschlossen werden kann, und dem aktuellen Inflationswert. Nach einer Berechnung der DZ Bank verlieren Verbraucher allein im Jahr 2018 durch negative reale Renditen beim Sparen fast 50 Milliarden Euro.

Neukundenbonus erhöht Rendite

Doch was kann der einzelne Sparer dagegen tun? Auch, wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint: sein Geld trotzdem auf einem Tagesgeldkonto anlegen. Damit lässt sich der Wertverlust, anders als wenn das Geld auf dem Girokonto liegt, eindämmen. Erst recht gelingt das bei Konten, für deren Eröffnung Neukunden einen Bonus erhalten. Wer beispielsweise noch bis zum 16. Juli über CHECK24 ein Tagesgeldkonto bei der Consorsbank eröffnet, erhält 40 Euro geschenkt. Das Angebot gilt für Privatkunden, die in den letzten sechs Monaten kein Kunde bei der Consorsbank und DAB Bank waren. Mit diesem Neukundenbonus steigt rechnerisch bei einem Anlagebetrag von 5.000 Euro für die Dauer von 180 Tagen die effektive Rendite von 0,60 Prozent – dem Satz, zu dem die Bank das Geld verzinst – auf 2,20 Prozent. Je nach Summe und Dauer variiert der effektive Zinssatz.

Flexibel durch Tagesgeld

Die Zinsen auf Festgeld sind meist höher als die für Tagesgeld. Allerdings sind die Unterschiede nicht so groß, wie manch einer vielleicht denkt. Wer sein Geld für ein Jahr über CHECK24 beim bestverzinsten Festgeldkonto anlegt, erhält ohne Bonus einen Zinssatz von 1,22 Prozent und damit 0,48 Prozentpunkte mehr als für das bestverzinste Tagesgeldangebot. Hinzu kommt: Wenn beispielsweise die Waschmaschine kaputt ist oder eine Autoreparatur ansteht, werden die Reserven dringend gebraucht und nicht erst in zwei oder fünf Monaten, wenn die angelegte Summe wieder zur Verfügung steht. In einigen Fällen können Sparer zwar vor Ablauf der festgelegten Zeit das Geld vom Konto zurückholen, allerdings verlieren sie dadurch Zinserträge. Da könnte es besser sein, ein Teil des Ersparten liegt auf einem ordentlich verzinsten Tagesgeldkonto, wo Verbraucher jederzeit Zugriff haben. Wer genau weiß, dass er eine bestimmte Summe für einige Jahre nicht benötigt, für den lohnt sich zusätzlich eine Festgeldanlage.

Übrigens: Wenn Sie regelmäßig Tagesgeldkonten vergleichen und immer auf dem Laufenden sein wollen, welche Rendite sich mit Tagesgeld erzielen lässt, abonnieren Sie unseren Sparerindex. Schicken Sie einfach eine E-Mail mit Ihrem Namen an sparerindex@check24.de. Wir informieren Sie einmal im Monat über die Inflationsrate und den höchsten verfügbaren Zinssatz aus dem Tagesgeldvergleich von CHECK24.

Die besten Tagesgeldangebote im CHECK24 Vergleich*
Bank Zins für Neu­kunden (p.a.) Zins für Bestands­kunden (p.a.) Zins­garantie Zins­gutschrift Anlage­betrag
HSH Nordbank 0,74 % 0,74 % - 2 Mal/Monat bis 100.000 €
Ferratum Bank 0,60 % 0,60 % 6 Monate jährlich bis 100.000 €
Consorsbank 0,60 % 0,01 % 6 bis 12 Monate viertel­jährlich bis 25.000 €
*Stand: Juli 2018

Inflation im Monat Juni

Die Inflation in Deutschland lag im Juni unter anderem deshalb bei 2,1 Prozent, weil leichtes Heizöl sowie Benzin und Diesel deutlich teurer geworden sind. Auch für Lebensmittel mussten Verbraucher mehr ausgeben als noch vor einem Jahr. Im Schnitt waren es 3,0 Prozent, wobei Gurken (+ 32,5 Prozent) oder Äpfel (+ 28,5 Prozent) überdurchschnittlich teurer wurden. Für Betriebssysteme von Computern, Fernsehgeräte oder Kinder- und Jugendbücher mussten Verbraucher hingegen im Juni weniger Geld ausgeben als im Vorjahr.

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