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Umfrage von Bundesbank und Bafin Fast jede zweite Bank denkt über Strafzinsen nach

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Deutsche Sparer bekommen die Folgen der EZB-Niedrigzinsen immer stärker zu spüren. So halten es nach einer Banken-Umfrage von Bundesbank und Bafin über 40 Prozent der befragten Institute auf mittlere Sicht für möglich, auch für Privatkunden Negativzinsen einzuführen. Wann es soweit sein könnte.
Bankenviertel in Frankfurt am Main

Viele Banken zeigen sich angesichts der Niedrigzinsphase besorgt.

Jahrelang schien dieser Schritt in der Bankenszene als ausgeschlossen zu gelten, doch die weiter verschärfte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) lässt die Vorbehalte gegenüber dem vermeintlichen Tabu bröckeln: Negative Zinsen auf private Spareinlagen könnten mittelfristig bei vielen weiteren Banken und Sparkassen Realität werden – und das nicht nur bei hohen Anlagebeträgen, wie es derzeit schon vielfach der Fall ist. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Bundesbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) unter 1.412 kleinen und mittelgroßen Geldhäusern in Deutschland durchgeführt hat. Demnach wird nicht zuletzt die kürzlich vorgenommene EZB-Entscheidung, den Einlagenzins für kurzfristige Bankeinlagen um weitere 0,1 Prozentpunkte auf minus 0,5 Prozent abzusenken, für das Umdenken verantwortlich gemacht.

Druck auf Institute nimmt zu

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) sieht die unter ihrem Dach versammelten Banken und Sparkassen in der Bundesrepublik derzeit noch auf einem soliden Fundament aus Eigenkapital angesiedelt. Jedoch betont auch die DK, dass die Ergebnisse der Kreditinstitute durch die expansive Geldpolitik der EZB in Zukunft weiter unter Druck geraten könnten. Jedes Institut müsse aus diesem Grund selbst entscheiden, welche Entscheidungen es infolge des wachsenden ökonomischen Drucks fälle.

Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling zufolge könnte dies vor allem eines bedeuten: „Banken ziehen in ihren Planrechnungen vermehrt auch eine mögliche Weitergabe negativer Zinsen an Kunden in Betracht.“

Ob dieses Szenario letztlich eintritt, wird nach den Ergebnissen der Umfrage vor allem von der weiteren Entwicklung der Zinsen abhängen. Für den Fall einer weiteren Senkung des Zinsniveaus um einen Prozentpunkt gegenüber dem für die Umfrage angesetzten Vergleichszeitpunkt Anfang 2019 sind für knapp 50 Prozent der befragten Institute die Voraussetzungen für die flächendeckende Einführung von Strafzinsen für private Sparer gegeben. Im Jahr 2017 war dies noch für lediglich 23 Prozent der Banken und Sparkassen denkbar. Die jüngste Zinssenkung der EZB macht das Szenario daher nicht eben unwahrscheinlicher.

Kontoführungsgebühren als Schlupfloch

Da Strafzinsen auf die Einlagen privater Sparer nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums die rechtliche Grundlage fehlen könnte, werden aus Bankenkreisen bereits Möglichkeiten ins Spiel gebracht, die den Geldhäusern die erhofften Erträge auf Umwegen sichern könnten. Das ist zum einen die Einführung eines sogenannten Verwahrentgelts in neu abgeschlossenen Verträgen, das für die Kunden unter dem Strich einen negativen Effektivzins bedeuten würde. Zum anderen sehen Brancheninsider auch bei den Kontoführungsgebühren von Girokonten noch Luft für neue Erhöhungen. Da es jedoch auch weiterhin kostenlose Girokonten gibt, sollten Verbraucher einen Girokonto Vergleich nicht scheuen. Zudem zeigt ein Blick auf die aktuell besten Tagesgeldzinsen, dass Sparer noch immer attraktive Angebote für ihr Erspartes finden können.

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