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Rentenversicherung: Regierung beschließt digitales Rentenportal

München, 27.8.2020 | 14:46 | mst

Gesetzliche Rente, Betriebsrente und private Verträge: Bislang ist es für Verbraucher schwierig, sich einen Überblick über ihre künftigen Rentenzahlungen zu verschaffen. Die Bundesregierung will dies mit einem digitalen Rentenportal jetzt ändern.

Frau sitzt mit Laptop und Smartphone im einem Café.Informationen zu Rentenansprüchen sollen ab 2023 über das Internet abrufbar sein.
Jeder Bundesbürger soll bald in einem Online-Portal die Höhe seiner künftigen Rentenansprüche einsehen können. Den Gesetzentwurf zur Einführung eines solchen digitalen Rentenportals hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen.
 
„Die Bürgerinnen und Bürger sollen zukünftig einfach und sicher den Stand ihrer Alterssicherung online einsehen können. Daher werden wir eine zentrale Stelle für die digitale Rentenübersicht errichten, bei der die eigenen Alterssicherungskonten zukünftig trägerübergreifend abgefragt werden können“, sagte Peter Weiß, arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag.

Gesetzliche, betriebliche und private Renten auf einen Blick

In dem Online-Portal sollen die Ansprüche aus gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersversorgung sowie privater Vorsorge – etwa aus einer privaten Rentenversicherung – gebündelt dargestellt werden. Bislang verschickt jeder Träger und jede Versicherung diese Informationen separat und teilweise auch auf Basis unterschiedlicher Berechnungsgrundlagen.
 
Bis das Portal an den Start geht, wird jedoch noch etwas Zeit vergehen. Im Herbst 2022 soll es zunächst eine Testphase geben, während der Anbieter ihre Auskünfte freiwillig bereitstellen können. Ab dem Jahr 2023 sollen dann alle Träger und Versicherer die Informationen zu bestehenden Rentenansprüchen verpflichtend liefern.
 
Die Deutsche Rentenversicherung Bund wird das Vorhaben umsetzen. Die Entwicklung und Testphase des Rentenportals sollen insgesamt 19,8 Millionen Euro kosten. Für den laufenden Betrieb sind später jährlich 4,5 Millionen Euro veranschlagt.

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