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Private Krankenversicherung: Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze gibt in der gesetzlichen Sozialversicherung an, bis zu welcher Einkommenshöhe man Versicherungsbeiträge zahlen muss. Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung hat auch für die PKV eine Bedeutung.

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In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt das Solidarprinzip: Wer mehr verdient, zahlt auch höhere Versicherungsbeiträge. Allerdings gilt dies nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG). Oberhalb dieser Grenze muss man auf sein Brutto-Einkommen keine Beiträge abführen.

Eine Beitragsbemessungsgrenze gibt es nicht nur in der Krankenversicherung. Auch in den anderen gesetzlichen Sozialversicherungen gibt es solche Bemessungsgrenzen, die den Versicherungsbeitrag begrenzen – etwa in der Renten- oder Arbeitslosenversicherung.
 

Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung

  • Gesetzliche Krankenversicherung
  • Gesetzliche Pflegeversicherung
  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beträgt im Jahr 2019 54.450 Euro. Sie bestimmt den Höchstbeitrag, der in der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen ist. Er berechnet sich nach der aktuellen Bemessungsgrenze sowie dem Beitragssatz der Krankenkasse. Dieser liegt derzeit bei 14,6 Prozent zuzüglich des kassenindividuellen Zusatzbeitrags.

Häufige Fragen zur Beitragsbemessungsgrenze

Wer bestimmt, wie hoch die Beitragsbemessungsgrenze in der GKV ist? Und was ist die Versicherungspflichtgrenze? Wir beantworten häufige Fragen rund um die BBG.

Wer legt die Beitragsbemessungsgrenze fest?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales legt die Beitragsbemessungsgrenze zusammen mit anderen Rechengrößen jährlich nach einem bestimmten Verfahren fest. Die Grenze wird jedes Jahr an die gestiegenen Bruttogehälter angepasst. Dazu erlässt das Ministerium eine Verordnung, welcher der Bundesrat zustimmen muss.

Was ist mit dem Teil des Gehalts, der über dieser Grenze liegt?

Beiträge zur Krankenversicherung werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben. Liegt das monatliche Bruttoeinkommen darüber, bleibt der restliche Teil beitragsfrei. Daher sinkt bei hohen Einkommen die prozentuale Belastung – relativ gesehen zahlen Gutverdiener dann weniger.

Unterscheidet sich die Beitragsbemessungsgrenze von der Versicherungspflichtgrenze?

Ja. Die Versicherungspflichtgrenze – auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt – bezeichnet die Gehaltsgrenze, bis zu der man gesetzlich versicherungspflichtig ist. Nur wer ein Bruttogehalt über dieser Grenze von derzeit 60.750 Euro jährlich hat, kann als Arbeitnehmer eine private Krankenversicherung abschließen – die Versicherungspflicht endet dann. Die Beitragsbemessungsgrenze ist daher nicht mit der JAEG zu verwechseln.

Versicherungspflichtgrenze gilt nicht für Selbstständige und Beamte

Für Selbstständige und Beamte gilt die Versicherungspflichtgrenze nicht: sie können unabhängig von Ihrem Einkommen eine private Krankenversicherung abschließen.

Gilt die Beitragsbemessungsgrenze in der privaten Krankenversicherung?

Der Versicherungsbeitrag in der privaten Krankenversicherung richtet sich nicht nach dem Einkommen, sondern nach den Leistungen sowie dem Alter und Gesundheitszustand beim Abschluss. Trotzdem hat die Beitragsbemessungsgrenze eine Bedeutung für die PKV. So berechnet sich der Höchstbeitrag im Basistarif und Standardtarif nach der BBG. Beim Basistarif wird dabei der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen berücksichtigt, beim Standardtarif nicht.

Zum anderen berechnet sich nach der Beitragsbemessungsgrenze der maximale Zuschuss, den privatversicherte Angestellte von ihrem Arbeitgeber erhalten.

Grundsätzlich zahlt der Arbeitgeber die Hälfte der Prämien. Maximal bezuschusst er jedoch die Summe, die sich aus dem Arbeitgeberanteil sowie der monatlichen BBG von derzeit 4.537,50 Euro ergibt. Der Arbeitgeberanteil beträgt dabei ab 2019 7,3 Prozent zuzüglich der Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitrags.

Auswirkungen der Beitragsbemessungsgrenze in der PKV

Höchstbeitrag in Basistarif und Standardtarif

Maximaler Zuschuss des Arbeitgebers

Beratung zur privaten Krankenversicherung

Verdienen Sie als Angestellter gut und haben ein Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von derzeit 60.750 Euro brutto? Dann sollten Sie sich von den CHECK24-Experten beraten lassen, ob eine PKV für Sie sinnvoll ist. Unsere Kundenberater helfen Ihnen gerne persönlich weiter – per E-Mail oder telefonisch.

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