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Deutsche zahlen am liebsten bar

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Die Deutschen greifen im Alltag nach wie vor am liebsten auf Bargeld zurück: Insgesamt 82 Prozent der Bundesbürger zahlt am liebsten mit Scheinen und Münzen – ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Industrieländern. Die Online-Ausgabe der Wirtschaftswoche berichtete am Montag über entsprechende Ergebnisse einer Studie der US-amerikanischen Notenbank Fed. Einzig Österreich liegt demnach mit Deutschland gleichauf. Im Vergleich dazu zahlen etwa nur 46 Prozent der US-Amerikaner und 53 Prozent der Kanadier in bar.
Im Alltag zahlen die Deutschen noch immer bevorzugt mit Bargeld.

Transaktion im Supermarkt: Im Alltag zahlen die Deutschen noch immer bevorzugt mit Bargeld.

Entsprechend führen Deutsche mit durchschnittlich 123 US-Dollar (etwa 95 Euro) auch mehr Bargeld mit sich als die Bürger anderer Industrieländer. Spitzenreiter sind hier jedoch die Österreicher mit durchschnittlich 148 US-Dollar (etwa 115 Euro) im Geldbeutel. Während US-Amerikaner im Schnitt 74 US-Dollar (etwa 57 Euro) dabei haben, führen Franzosen (54 Euro), Kanadier (50 Euro), Australier (46 Euro) und Niederländer (40 Euro) sogar noch weniger Bargeld mit sich.

In den USA und in Kanada nimmt die Zahlung per Karte einen hohen Stellenwert ein: Insgesamt 19 Prozent aller Transaktionen werden hier per Kreditkarte gezahlt. In Deutschland und Österreich sind es demgegenüber lediglich zwei Prozent. In den Niederlanden und Frankreich liegt der Wert mit jeweils einem Prozent sogar noch niedriger. Datengrundlage der Studie waren Haushaltsbücher, in denen Verbraucher ihre täglichen Ausgaben festhielten. Untersucht wurden dabei Kanada, Australien, Österreich, Frankreich, Deutschland, die Niederlande sowie die USA.

Eine Studie der Europäischen Zentralbank aus dem Jahr 2011 liefert indes einen Erklärungsansatz dafür, warum die Deutschen so stark auf Bargeld fixiert sind. Demnach sind die Bundesbürger der Auffassung, die eigenen Finanzen leichter überblicken zu können, wenn sie mit Bargeld zahlen. Darüber hinaus könnten auch Datenschutzgründe eine Rolle spielen.

 

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