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In bar, mit Karte, mobil Bezahlen an der Ladenkasse im Tempocheck

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Trotz Kontaktloskarten und Mobile Payment zahlen wir unsere Einkäufe immer noch am liebsten bar. Doch verschenken wir mit der Suche nach dem passenden Kleingeld oder dem Warten auf das Wechselgeld nicht unnötig Zeit? Wir haben es ausgetestet.
Mobile Payment Smartphone Zahlung

Bargeld, Karte, Smartphone: Womit geht Bezahlen an der Kasse am schnellsten?

Die Deutschen gelten gemeinhin als Bargeldliebhaber – bis jetzt zumindest. 2018 haben die Bundesbürger dem Einzelhandel erstmals mehr Umsatz mit Kartenzahlungen als mit Barzahlungen beschert, wie das Handelsforschungsinstitut EHI herausgefunden hat.

Dennoch: Der Griff in die Geldbörse gilt nach wie vor häufiger dem Bargeld denn der Girocard oder Kreditkarte. Ganze drei Viertel aller Einkäufe werden der EHI-Auswertung zufolge nämlich immer noch mit Münzen und Scheinen bezahlt. Warum eigentlich?

Bargeldzahlungen gehen schneller, sagt die Bundesbank

Die Gründe für die Bargeldliebe der Deutschen sind vielfältig. Da ist das Gefühl, die eigenen Ausgaben beim Bezahlen mit Bargeld besser zu überblicken. Da ist die vielbeschworene „gelebte Freiheit“. Da sind die Vorbehalte gegenüber der Sicherheit bargeldloser Zahlungen. Und da ist die Schnelligkeit. Doch Moment – Schnelligkeit?

Wer sich an der Ladenkasse regelmäßig in Geduld üben muss, weil sein Vordermann mühsam Schein um Schein, Münze um Münze aus dem Geldbeutel kramt, der wird wohl kaum auf die Idee kommen, Barzahlungen gingen schneller als etwa Zahlungen mit Karte. Und doch kommt eine Studie der Deutschen Bundesbank vom Februar dieses Jahres zu dem Ergebnis: Wer bar zahlt, spart gegenüber einer Kartenzahlung pro Einkauf sieben bis 16 Sekunden. Bei im Schnitt etwa 220 bis 250 Einkäufen pro Kopf und Jahr macht das für jeden Einzelnen von uns bis zu einer Stunde jährlich aus. Soweit die Theorie.

In der Untersuchung, die auf mehr als 3.000 durch das EHI Retail Institut durchgeführten Zeitmessungen beruht, werden Zahlungen in bar nämlich nur denjenigen Kartenzahlungen gegenübergestellt, die mit PIN-Eingabe oder Unterschrift vom Kunden bestätigt wurden. Kontaktloszahlungen mit Karte, bei denen PIN und Unterschrift bei Beträgen unter 25 Euro (je nach Bank auch unter 50 Euro) entfallen, wurden ebenso wenig berücksichtigt wie das mobile Bezahlen mit dem Smartphone. Der Grund: Zum Zeitpunkt der Erhebung – Mai bis November 2017 – wurde zu selten kontaktlos gezahlt. Und auch Mobile Payment ist erst mit der Einführung von Google Pay und Apple Pay im Jahr 2018 so richtig in Deutschland angekommen.

Bleibt zu klären: Kann das Bargeld in Sachen Schnelligkeit auch gegen Kontaktloszahlungen mit Girocard, Kreditkarte oder auch dem Smartphone bestehen?

Kartenzahlungen können auch schneller, sagen wir

Wir haben es ausgetestet und fünfmal eingekauft – das gleiche Produkt, im gleichen Geschäft, an der gleichen Kasse, bei der gleichen Kassiererin – und fünfmal unterschiedlich bezahlt. Beim ersten Mal zückten wir die Girocard, steckten sie ins Terminal und gaben unsere PIN ein. Beim zweiten Mal zahlten wir kontaktlos mit der Kreditkarte, beim dritten Mal mit Google Pay. Bei Bezahlvorgang Nummer vier und fünf griffen wir jeweils zum Bargeld – mal passend abgezählt, mal als Schein. Bei allen Bezahlvorgängen haben wir die Zeit gestoppt, die von der Erfassung der Ware bis zur Aushändigung des Kassenbelegs verging.

Unser Ergebnis: Für das Bezahlen mit der Girocard brauchten wir einschließlich Einstecken der Karte und Eingabe der PIN 29 Sekunden. Sieben Sekunden schneller waren wir mit der Kontaktloszahlung per Kreditkarte. Das Bezahlen mit dem Smartphone dauerte 24 Sekunden. Klarer Sieger in unserem kleinen Selbsttest war allerdings tatsächlich das Bargeld. Das Kleingeld passend abgezählt, hatten wir den Kassenbeleg schon nach 16 Sekunden in der Hand. Mit einem Schein waren wir trotz Wechselgeldausgabe sogar nochmals eine Sekunde schneller.

Bezahlen an der Ladenkasse – Ergebnis unseres Selbsttests:

✓ Girocard plus PIN-Eingabe: 29 Sekunden
✓ Smartphone kontaktlos: 24 Sekunden
✓ Kreditkarte kontaktlos: 22 Sekunden
✓ Bargeld passend abgezählt: 16 Sekunden
✓ Bargeld nicht passend abgezählt: 15 Sekunden

Elf Sekunden Wartezeit

Wer regelmäßig kontaktlos mit Karte oder Smartphone an der Kasse zahlt, der kennt es vielleicht: Mit dem Piep hat das Terminal die Zahlung längst bestätigt, doch bis diese Information auch zum Kassenpersonal durchgedrungen ist, vergeht einige Zeit. In unserem Selbsttest verstrichen zwischen besagtem Piep und dem Öffnen der Ladenkasse plus Druck des Kassenbelegs circa elf Sekunden. Wer wie wir nicht auf den Kassenbon verzichten will, muss sich also etwas gedulden – kann die Zeit aber auch nutzen, indem er seine Einkäufe in der Tüte verstaut.

Auch wenn sich das Ergebnis der Bundesbank damit bestätigt hat, so hat unser – zugegeben nicht repräsentativer – Selbsttest gezeigt: Die Kontaktlosfunktion hat das Bezahlen mit Karte deutlich beschleunigt. Und auch das mobile Bezahlen an der Ladenkasse geht schneller von der Hand als die herkömmliche Zahlung mit Karte. Ein Zeitvorteil, der durchaus die Barzahlung in den Schatten stellen kann – besonders bei höheren Beträgen.

Je höher der Einkaufswert, desto länger dauert die Barzahlung

In unserem Selbsttest haben wir uns auf kleine Bonsummen von je 95 Cent beschränkt. Im Alltag ist der Einkaufswagen da schon voller. Im Schnitt geben wir Deutschen je Einkauf im stationären Handel 22,01 Euro aus, wie das EHI Retail Institut jüngst ausgewertet hat.

95 Cent versus 22 Euro: Das macht in puncto Schnelligkeit beim Bezahlen durchaus einen Unterschied – auch und vor allem beim Bargeld. Denn, das zeigt die Bundesbank-Studie deutlich: Je höher der Einkaufsbetrag, desto schwieriger wird es, das Geld passend zur Hand zu haben, desto öfter wird der Zahlungsbetrag geprüft und desto länger dauert das Bezahlen mit Münzen und Scheinen. Zwischen einem Einkauf über weniger als einem Euro und einem über 22 Euro liegen so gut und gern sieben Sekunden.

Zwar nehmen sich die Deutschen auch bei ihrer Kartenzahlung mehr Zeit, je kostspieliger der Einkauf wird – allerdings ist der Zeitverlust dank praktisch gleichbleibender Prozesse hier deutlich weniger ausgeprägt. Die Folge: Barzahlung und Kartenzahlung gleichen sich in Sachen Geschwindigkeit an – das gilt erst recht, wenn weder das Einstecken der Karte noch die Eingabe der PIN oder eine Unterschrift vonnöten sind.

Bei kleinen Beträgen greifen wir zum Bargeld, bei großen zur Kreditkarte

Durchschnittliche Einkaufsbeträge je Zahlungsmittel
✓ Kreditkarte: 50,32 Euro
✓ Girocard: 41,45 Euro
✓ Bargeld: 14,34 Euro
Durchschnitt: 22,01 Euro

Quelle: Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2019“ des EHI Retail Instituts

Eine Frage der Situation – und Interpretation

Welche Zahlmethode am Ende die größte Zeitersparnis verspricht, lässt sich damit gar nicht pauschal sagen. Wie so oft gilt: Es kommt auf die Situation an.

Da wäre etwa der eingangs beschriebene Extremfall der langwierigen Suche nach dem passenden Kleingeld: Wer jeden noch so unrunden Betrag gern passend zahlt, dürfte wohl kaum schneller sein als mit Karte oder Smartphone. Und dann ist da noch das Wechselgeld: Muss das Kassenpersonal erst seinen Münzvorrat wieder aufstocken, gerät die Barzahlung ebenfalls schnell ins Hintertreffen. Umgekehrt kann ein Kassenterminal aber auch einmal streiken – wer erst im zweiten Anlauf mit Karte zahlen kann oder gar aufs Bargeld ausweichen muss, der benötigt unterm Strich mehr Zeit. Und dann wäre da noch die 25-Euro-Grenze, ab der selbst beim kontaktlosen Bezahlen PIN oder Unterschrift und damit zusätzliche Sekunden nötig werden.

Eines aber kann die Zahlung mit Girocard, Kreditkarte oder Smartphone in jedem Fall für sich verbuchen: Sie erspart uns den Gang zum Geldautomaten – ein Vorteil, der wohl jede Zeitersparnis aufseiten des Bargelds schnell wettmacht.

Wie Kontaktlosfunktion und Mobile Payment Vorbehalte gegenüber dem bargeldlosen Bezahlen ausräumen

Unser Tempocheck hat gezeigt: Dank der inzwischen weit verbreiteten Kontaktlosfunktion von Kreditkarte und Girocard sowie durch das mobile Bezahlen, das mit Google Pay und Apple Pay nun auch in Deutschland angekommen ist, geht das Zahlen ohne Bargeld heute schneller denn je.

Doch auch in anderen Punkten machen die modernen Verfahren das Bezahlen besser: So gehört die Angst vor einem Auslesen der Kartendaten durch Dritte zu einem der am häufigsten genannten Vorbehalte gegenüber dem bargeldlosen Bezahlen. Hier kann die Kontaktloszahlung punkten – schließlich muss die Karte gar nicht mehr aus der Hand gegeben werden. Beim mobilen Bezahlen werden die Kartendaten noch nicht einmal auf dem Smartphone gespeichert, sondern durch eine geräteabhängige virtuelle Kartennummer ersetzt. Und wer sich sorgt, dank NFC-Funktion ließen sich Beträge unter 25 Euro willkürlich abbuchen: Eine Zahlung lässt sich nur durch ein Kassenterminal auslösen und das auch nur in wenigen Zentimetern Abstand.

Ein ebenso weitverbreiteter Vorbehalt: Kassenterminals seien nicht hygienisch. Das mag durchaus stimmen – doch gerade bei einem Einkaufwert von unter 25 Euro (bzw. unter 50 Euro) ist genau dieser Kontakt mit dem Terminal dank NFC-Funktion von Karte und Smartphone nicht mehr nötig. Und seien wir ehrlich: Wirklich hygienisch ist auch unser Bargeld nicht.

Und nicht zuletzt: Wer immer nur bargeldlos bezahlt, verliert den Überblick über seine Finanzen – stimmt’s? Nicht unbedingt. Schon reguläre Zahlungen mit Girocard und Kreditkarte machen jeden einzelnen Einkauf im Onlinebanking transparent. Mit Mobile Payment gilt das noch mehr: Sowohl in Google Pay als auch Apple Pay sind alle getätigten Einkäufe einsehbar und werden in Echtzeit registriert.

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