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Steinschlagschaden - wer zahlt?

Lesezeit 2 Min.
aktualisiert am 16.07.2020

Zahlt die Kfz-Versicherung bei einem Steinschlagschaden?

Ein Steinschlagschaden ist eine Beschädigung des Autos durch einen herunterfallenden oder hochgewirbelten (kleinen) Stein.

Ob die Teilkasko oder die Vollkasko zahlt, hängt davon ab, wo der Pkw beschädigt worden ist.

Die Kfz-Haftpflicht zahlt nicht.

Lackschaden – wer zahlt?

  • Eine Beschädigung des Lackes auf der Motorhaube oder an der Seite durch einen Stein können Sie selber reparieren beziehungsweise selbst bezahlen.
  • Wenn sie eine Vollkasko abgeschlossen haben, kann diese auch den Schaden übernehmen. Doch wird hier der vereinbarte Selbstbehalt fällig. Außerdem wird die Vollkasko in den folgenden Jahren teurer.

Nach einem gemeldeten Schaden werden Sie in der Vollkasko in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft. Dadurch steigt der Beitrag.

Wie ist ein Glasschaden versichert?

Glasschäden am Auto, etwa an der Windschutzscheibe oder an Scheinwerfern, sind durch die Teilkasko versichert. Dabei ist es in den meisten Tarifen egal, ob die Flächen aus Glas oder Kunststoff sind.

Weitere Informationen zum Thema Glasschaden finden Sie hier!

Was ist bei Schaden durch einen hochgewirbelten Stein?

Steinschlagschaden am Auto

Wenn ein anderes Auto einen auf der Straße liegenden Stein hochgewirbelt und auf Ihr Auto geschleudert hat, muss dafür eigentlich die Kfz-Haftpflicht des Schadenverursachers aufkommen. 

Dies gilt bei einem Lackschaden ebenso wie bei einem Glasschaden.

Das Problem ist: Wie können Sie glaubhaft nachweisen, dass der Stein wirklich von dem Ihnen vorausfahrenden Fahrzeug aufgewirbelt worden ist?

Wenn kein Verursacher auszumachen ist: Glasschäden zahlt die Teilkasko abzüglich des vereinbarten Selbstbehaltes.

Antworten auf Ihre Fragen

Wann ist ein Steinschlagschaden gefährlich?

Ein Steinschlagschaden am Auto ist gefährlich, wenn er die Sicht beeinträchtigt – oder sonst die Fahrzeugsicherheit beeinträchtigt.

Wo darf ein Steinschlagschaden repariert werden?

Ein Steinschlagschaden in der Windschutzscheibe darf nur im Nicht-Sichtbereich des Fahrers repariert werden. Ist die Sicht hingegen behindert, muss ausgetauscht werden.

Ist ein Steinschlagschaden TÜV-relevant?

Ein Steinschlagschaden in der Windschutzscheibe kann bei der Hauptuntersuchung (HU) als erheblicher Mangel eingestuft werden. Es wird nicht nur geschaut, ob der Schaden im Sichtfeld des Fahrers liegt. Bewertet wird vom Prüfer der gesamte Eindruck der Frontscheibe. Verweigert der TÜV die Plakette, muss die defekte Scheibe im Zweifel ausgetauscht werden.

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Michael Langenwalter

Redakteur Michael Langenwalter

Der Motorjournalist ist Experte im Bereich der Kfz-Versicherung sowie Fachmann für Pkw-Neuheiten.

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